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Das Berner Rathaus wird zur Baustelle

Genau 70 Jahre nach der letzten grossen Renovation soll das Berner Rathaus einem Facelifting unterzogen werden. Verantwortlich für den Umbau ist das Architektenteam, das schon das Bundeshaus saniert hat.

Nach mehreren Zerstörungen erhielt das 1406 bis 1416 erbaute Rathaus im 19. Jahrhundert eine neue Fassade im Stil der «Zuckerbäckergotik».
Nach mehreren Zerstörungen erhielt das 1406 bis 1416 erbaute Rathaus im 19. Jahrhundert eine neue Fassade im Stil der «Zuckerbäckergotik».
zvg

«Nach einer mächtigen Sanierung ist das hundertjährige Bundeshaus in der Gegenwart angekommen», titelte die Architekturzeitschrift «Hochparterre» vor zwei Jahren. Vom kleinen Pendant, dem Berner Rathaus, kann man das nicht behaupten. Der Bau aus dem Jahr 1406 atmet noch immer den Geist der Spätgotik und entspricht den Ansprüchen der Benutzerinnen und Benutzer längst nicht mehr. Im politischen Zentrum von Stadt und Kanton bricht das Netz zusammen, wenn zu viele Parlamentarier gleichzeitig auf das Internet zugreifen; wenn die Abstimmungsanlage mal wieder streikt, muss per Handaufheben ausgezählt werden, und im Winter ziehts derart durch die Fenster, dass sich die Genossen in der SP-Ecke warm anziehen müssen. Das kantonale Amt für Grundstücke und Gebäude (AGG) will darum das marode Machtzentrum vom Architekturbüro Aebi&Vincent total sanieren lassen – von jenen Leuten also, die bereits dem Bundeshaus zu neuem Glanz verholfen haben.

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