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Das Ende vom Ende des Streits

Eine neue Seltsamkeit: Die Führung des Rubiger Konzertlokals Mühle Hunziken erklärt den Konflikt mit Vorgänger Peter Burkhart für erledigt – und zieht den Streit zugleich vor Bundesgericht.

Seit drei Jahren tobt ein Streit um die Mühle Hunziken in Rubigen. Neustes Kapitel der Fehde: Mühle-Betreiber Thomas Burkhart will die Liegenschaft kaufen. Dabei gehen die Preisvorstellungen allerdings auseinander.
Seit drei Jahren tobt ein Streit um die Mühle Hunziken in Rubigen. Neustes Kapitel der Fehde: Mühle-Betreiber Thomas Burkhart will die Liegenschaft kaufen. Dabei gehen die Preisvorstellungen allerdings auseinander.
zvg
Mühle-Gründer Peter Burkhart alias «Mühli-Pesche» möchte nicht 3 Millionen, sondern 3,5 Millionen Franken für die Liegenschaft.
Mühle-Gründer Peter Burkhart alias «Mühli-Pesche» möchte nicht 3 Millionen, sondern 3,5 Millionen Franken für die Liegenschaft.
Urs Baumann
Fankhauser bei einem Auftritt in der Mühle Hunziken im April 2010. Die Musikkarriere von Philipp Fankhauser stehe im Vordergrund, teilte die Geschäftsleitung mit.
Fankhauser bei einem Auftritt in der Mühle Hunziken im April 2010. Die Musikkarriere von Philipp Fankhauser stehe im Vordergrund, teilte die Geschäftsleitung mit.
Nadia Schweizer
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Es wäre eine gute Schlagzeile gewesen: «Das Ende der Familienstreitigkeiten in der Mühle Hunziken.» Diese Worte setzten Thomas Burkhart, die Brüder Christoph und Philipp Fankhauser und ihr Anwalt Thomas Bähler gestern Mittag über eine Medienmitteilung. Der Mitteilung fügte die Mühle-Führung auch noch eine Gerichtsvereinbarung bei. Es sah nach einem Durchbruch aus im nunmehr zweieinhalb Jahre dauernden Streit um das Rubiger Konzertlokal. Doch vom Durchbruch blieb bald doch nichts mehr übrig.

Denn es fehlen die Unterschriften unter der Vereinbarung. Die Parteien haben noch eine Woche Bedenkzeit. Und der Ausgang steht fest: «Wir, das heisst meine Frau Pia und Tochter Catherine, können den Vorschlag so nicht unterschreiben», sagt der frühere Mühle-Chef Peter Burkhart. So nützt es wenig, dass auf der anderen Seite Sohn Thomas den «salomonischen Richtervorschlag» annimmt.

Der Vorschlag des Gerichts

Der Vorschlag sieht so aus, dass die Eigentümergemeinschaft – eine einfache Gesellschaft – aufgelöst wird. Die Liegenschaft Mühle Hunziken wird von Experten geschätzt, und Thomas Burkhart bekommt ein Vorkaufsrecht. Falls Thomas nicht zuschlägt, können Pia und Catherine Burkhart die Mühle zum ermittelten Wert kaufen. Denn: «Ob und wie Thomas Burkhart einen Kauf der Liegenschaft finanzieren und organisieren kann, ist noch Gegenstand von Abklärungen und Gesprächen», stand in der Mitteilung. Und weiter: Catherine und Thomas können mit ihren Familien weiterhin in der Mühle Hunziken wohnen bleiben. Die Nutzniessung von Peter Burkhart erlischt. Und Pia Burkhart bekommt ihr investiertes Geld, 330000 Franken, zurück. Aber eben, aus dem Vorschlag wird nichts.

Peter Burkhart sagt: «Ich habe die Mühle zu gleichen Teilen meinen Erben übergeben. Ich werde einem Vorkaufsrecht oder besser gesagt einer Bevorzugung von Thomas Burkhart nie zustimmen.» Gegen eine Versteigerung der Mühle an den Meistbietenden habe er aber nichts.

Jetzt das Bundesgericht

Gestern wurde auch bekannt, dass sich nun das Bundesgericht mit der Mühle befassen wird. Die Betreiber legten Berufung gegen ein Urteil des Handelsgerichts ein. Das Gericht befand, dass die Gesellschafter der Mühle zu Unrecht das Stammkapital erhöht haben. Es scheint, dass mit dem gestrigen Tag der Frieden in der Mühle Hunziken nochmals etwas mehr in die Ferne gerückt ist.

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