Das Zieglerspital ist als Asylzentrum vom Tisch

Falls in Bern dereinst ein unbefristetes Bundesasylzentrum entsteht, dann sicher nicht im ehemaligen Zieglerspital.

Das Zieglerspital wird nicht defitiver Standort des Bundesasylzentrum sein.

Das Zieglerspital wird nicht defitiver Standort des Bundesasylzentrum sein.

Vor einem Monat sendeten Stadtpräsident Alec von Graffenried (GFL) und Sozialdirektorin Franziska Teuscher (GB) ein Signal, das insbesondere in Lyss und beim Kanton gern gehört wurde: Die Stadt sei bereit, auch nach dem bis 2023 befristeten Betrieb des Bundesasylzentrums im alten Zieglerspital ein solches Zentrum in Bern zu führen (wir berichteten). Die Gemeinderatsmitglieder nahmen damit den Ball des Regierungsrats auf, der zuvor seinen Widerstand gegen ein Bundesasylzentrum in Lyss bekräftigt hatte, da bereits in Lyss’ Nachbargemeinde Kappelen ein Zentrum geführt werde. Die Stadt sei «offen» für Gespräche mit Bund und Kanton über «den definitiven Betrieb im Zieglerspital», liess sich von Graffenried im «Bund» zitieren.

Gestern musste er seine Aus­sage nachbessern: Er habe nur deutlich machen wollen, «dass die Stadt grundsätzlich bereit ist, auch nach 2023 Hand zu bieten zum Betrieb eines Bundesasylzentrums», sagte der Stapi. «Mehr nicht. Es ging auf keinen Fall um die Standortfrage.» Denn dazu lässt sich mindestens eins festhalten: Das Zieglerspital wird nicht definitiver Standort sein. Wie der Gemeinderat gestern klarstellte, soll dort immer noch eine Wohnnutzung realisiert werden. Die Immobilien- und Entwicklungsstrategie dafür solle bis in einem Jahr vorliegen.

hae

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