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DC-Bank-Chef wirbt für das Bargeld

Die Geschäfte der DC-Bank, der Bank der Bernburger, laufen nach Plan. Sorgen bereitet dagegen Bank-Chef Peter Vonlanthen die Zukunft des Bargeldes.

«Die Bürger sollen auch in Zukunft die Freiheit haben, mit Bargeld Werte aufzubewahren», ist der DC-Bank-Chef Peter Vonlanthen überzeugt.
«Die Bürger sollen auch in Zukunft die Freiheit haben, mit Bargeld Werte aufzubewahren», ist der DC-Bank-Chef Peter Vonlanthen überzeugt.
Keystone

Die Banken geschäften derzeit in einem ungewöhnlichen Umfeld. Wegen der Negativzinsen können sie den Sparern kaum Zins bezahlen.

Peter Vonlanthen, der Chef der DC-Bank, warnt vor einer weiteren Gefahr für die Sparer – das Ende des Bargeldes: «Namhafte Ökonomen wie Lawrence Summers oder Kenneth Rogoff fordern gar dessen Abschaffung, weil dadurch die ­Notenbanken das Instrument der Negativzinsen effizienter einsetzen könnten», schreibt er in einem Beitrag des aktuellen Geschäftsberichts.

Sensibilisiert auf das Thema

Bei der Präsentation der Jahreszahlen am Dienstag stellte er klar, dass ihm diese Entwicklung missfällt: «Ich hoffe nicht, dass es in der Schweiz so weit kommt. Die Bürger sollen auch in Zukunft die Freiheit haben, mit Bargeld Werte aufzubewahren», forderte er.

Das Argument, dass mit der Abschaffung des Bargeldes die Kriminalität bekämpft werde, lässt er nicht gelten: «Der Zusammenhang zwischen der Verfügbarkeit von Bargeld und Kriminalität ist noch nie nachgewiesen worden.» Wie er auf Nachfrage sagte, gibt es keine Anzeichen, dass auch in der Schweiz hinter den Kulissen die Abschaffung des Bargeldes diskutiert wird.

Er weilte aber längere Zeit in Südamerika und ist deshalb auf das Thema Geldentwertung sensibilisiert: «Ich habe im Norden von Argentinien erlebt, was es bedeutet, wenn plötzlich die Versorgung mit Bargeld nicht mehr sichergestellt ist.»

Höherer Kommissionsertrag

Im Zinsengeschäft musste die Bank aufgrund der Negativzinsen einen Rückgang des Zinserfolgs um 1,5 Prozent registrieren. Die Zinsmarge blieb stabil bei 1,0 Prozent. DC-Bank-Präsident Manuel Frick betonte, dass die DC-Bank im Hypothekargeschäft vorsichtig operiere: «Den Kampf um ­Volumen zu einem tiefen Ertrag wollen wir nicht mitmachen.»

­Ihre Vorsicht zeigt sich auch darin, dass sich die Bank gegen steigende Zinsen absichert. Im vergangenen Jahr hat sie eine Million Franken dafür aufgewendet.

Positiv entwickelte sich das Kommissionsgeschäft, das rund einen Drittel zum Erfolg beiträgt. Der Ertrag in diesem Geschäft wuchs um 7 Prozent. Unter dem Strich resultierte ein Gewinn von 3,0 Millionen, was gegenüber dem Vorjahr einer Zunahme um 85 000 Franken entspricht.

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