Der Gitterzaun am Aufgang muss weg

Bern

Der im Vorfeld zur Euro 08 angebrachte Zaun am Bahnhofaufgang an der Neuengasse muss weg, verlangt die Statthalterin.

Christoph Aebischer@cab1ane

Ohne Baubewilligung zog die Stadt Bern beim Bahnhofaufgang an der Neuengasse kurz vor dem Start der Euro 08 einen zwei Meter hohen Gitterzaun empor. Aus Sicherheitsgründen, wurde damals begründet. Jetzt muss der Zaun weg, dies entschied Regierungsstatthalterin Regula Mader. Sie hat damit in der Sache der Einsprache von Luzius Theiler, Stadtrat der Grünen Partei Bern, stattgegeben. Mader fordert das städtische Bauinspektorat auf, den Maschendrahtzaun zu entfernen. Luzius Theiler, Stadtrat von der Grünen Partei Bern, war der Zaun stets ein Dorn im Auge. Er stellte in einem Vorstoss kritische Fragen und vermutete, das Provisorium solle zum Providurium werden. Genau dieses Szenario drohte nun Wirklichkeit zu werden. Die Stadt reichte zwar nachträglich ein Baubewilligungsgesuch ein, die den Abbau des Zauns auf Ende Juni 2009 befristete. Dieses Datum sei nun aber verstrichen, schreibt Mader. Theiler erwartet, wie er gestern in einer Mitteilung schrieb, dass das Drahtgitter «innert kürzester Zeit» entfernt wird. Das Gitter zeige nämlich, wie wenig die Stadt gewillt sei, sich an die eigene Rechtsordnung zu halten, wenn diese ihren politischen Zielen, der Ausgrenzung von Minderheiten, im Wege stehe. Das Gitter sei nur montiert worden, um Sitzgelegenheit abzusperren.

Berner Zeitung

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