Der Schilt führt nichts im Schilde

Vechigen

An der Vechiger Gemeindeversammlung bewegte vor allem das Windenergieprojekt die Stimmberechtigten. Noch ist in dieser Sache aber nichts entschieden.

Nicht die offiziellen Traktanden wirbelten an der Vechiger Gemeindeversammlung Staub auf, sondern der geplante Windpark am Bantiger. Fehlende Transparenz wurde dem Gemeinderat in Sachen Windenergie vorgeworfen.

So vermisste ein Anwesender Angaben zu den Messwerten, die von der Firma Considerate im laufenden Jahr vorgenommen wurden. «Und nun lesen wir im Mitteilungsblatt von einer ‹positiven› Windsituation?»

Ausserdem wurde kritisiert, dass man in der Bevölkerung nicht wisse, in welchem Stadium sich das für die Gemeinde Vechigen wohl grösste je geplante Projekt befindet. «Handelt es sich um ein Vorprojekt? Um eine Studie oder schon um ein Ausführungsprojekt?» Was eigentlich der Gemeinderat im Schild führe?

Erst Rohdaten vorhanden

Gemeindepräsident Walter Schilt (SVP) nahm den Ball auf und erklärte, der Schilt führe da sicher nichts im Schilde: «Die Windmessungen laufen mindestens ein Jahr und werden dann von Meteotest mit einem Gutachten beurteilt.»

Reto Messerli von der Firma Considerate ergänzte, dass der Zwischenbericht nach acht Monaten im Vergleich zu anderen Messstationen tatsächlich eher positiv ausgefallen sei. «Aber Rohdaten werden von uns nicht veröffentlicht. Das wird etwa Ende März in einem Schlussbericht der Fall sein.»

Gemeindepräsident Walter Schilt wies darauf hin, dass der politische Entscheid erst nachher gefällt werde. Auch die Standortbestimmung folge erst nach dem Endresultat der Windmes­sungen.

Berner Zeitung

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