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Der Wohlensee verschwindet

Jährlich verkleinert sich der Wohlensee um bis zu 30 Meter. Das Hochwasser dieser Woche verstärkt diese Entwicklung. Eine Studie prognostiziert, dass sich in 140 Jahren statt einem See wieder die Aare durch die Landschaft schlängelt.

Land in Sicht. In der Inselrainbucht wird der See immer flacher. In einigen Jahren müssen die Bötler neue Anlegeplätze suchen.
Land in Sicht. In der Inselrainbucht wird der See immer flacher. In einigen Jahren müssen die Bötler neue Anlegeplätze suchen.
Urs Baumann

Das Hochwasser hat Anfang Woche im Berner Oberland grosse Schäden angerichtet. Im Unterland waren sie zwar geringer, die Wassermassen in den randvollen Bächen und Flüssen, aber dennoch eindrücklich. Eine weitere Auswirkung war unsichtbar: Durch dieses Hochwasser verlandet der Wohlensee noch mehr.

Hochwasser bedeutet Unheil. Aber nicht nur. Im Wohlensee haben die Fluten auch sympathischere Konsequenzen. Sie führen Sand, Kies und mikroskopisch kleine Schwebeteile mit, die sich im See ablagern. Im oberen Teil, bei der Wohleibrücke und in der Inselrainbucht, entstehen Inseln, auf denen Vögel leben, die hier bisher nicht heimisch waren. Auf dem neu gebildeten Land wachsen Pionierpflanzen, Weidenbäume etwa.

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