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Die Bauernhaus-Villa

Halb Bauernhaus, halb Jugendstilvilla: Das besondere Gebäude in der Rütimatt wird mit dem Denkmalpflegepreis ausgezeichnet.

Annic Berset
Das Herrschaftshaus in der Rütimatt in Gerzensee.
Das Herrschaftshaus in der Rütimatt in Gerzensee.
Christian Pfander
In den Räumen des Herrschaftshauses fühlt man sich in eine frühere Zeit zurückversetzt.
In den Räumen des Herrschaftshauses fühlt man sich in eine frühere Zeit zurückversetzt.
Christian Pfander
Peter Tschannen während der Führung.
Peter Tschannen während der Führung.
Christian Pfander
Ein Rundgang durch das Haus, das von der Denkmalpflege des Kantons Bern als besonderes Bauwerk ausgezeichnet wurde.
Ein Rundgang durch das Haus, das von der Denkmalpflege des Kantons Bern als besonderes Bauwerk ausgezeichnet wurde.
Christian Pfander
Ein Rundgang durch das Haus, das von der Denkmalpflege des Kantons Bern als besonderes Bauwerk ausgezeichnet wurde.
Ein Rundgang durch das Haus, das von der Denkmalpflege des Kantons Bern als besonderes Bauwerk ausgezeichnet wurde.
Christian Pfander
Ein Rundgang durch das Haus, das von der Denkmalpflege des Kantons Bern als besonderes Bauwerk ausgezeichnet wurde.
Ein Rundgang durch das Haus, das von der Denkmalpflege des Kantons Bern als besonderes Bauwerk ausgezeichnet wurde.
Christian Pfander
Ein Rundgang durch das Haus, das von der Denkmalpflege des Kantons Bern als besonderes Bauwerk ausgezeichnet wurde.
Ein Rundgang durch das Haus, das von der Denkmalpflege des Kantons Bern als besonderes Bauwerk ausgezeichnet wurde.
Christian Pfander
Ein Rundgang durch das Haus, das von der Denkmalpflege des Kantons Bern als besonderes Bauwerk ausgezeichnet wurde.
Ein Rundgang durch das Haus, das von der Denkmalpflege des Kantons Bern als besonderes Bauwerk ausgezeichnet wurde.
Christian Pfander
Ein Rundgang durch das Haus, das von der Denkmalpflege des Kantons Bern als besonderes Bauwerk ausgezeichnet wurde.
Ein Rundgang durch das Haus, das von der Denkmalpflege des Kantons Bern als besonderes Bauwerk ausgezeichnet wurde.
Christian Pfander
Ein Rundgang durch das Haus, das von der Denkmalpflege des Kantons Bern als besonderes Bauwerk ausgezeichnet wurde.
Ein Rundgang durch das Haus, das von der Denkmalpflege des Kantons Bern als besonderes Bauwerk ausgezeichnet wurde.
Christian Pfander
Ein Rundgang durch das Haus, das von der Denkmalpflege des Kantons Bern als besonderes Bauwerk ausgezeichnet wurde.
Ein Rundgang durch das Haus, das von der Denkmalpflege des Kantons Bern als besonderes Bauwerk ausgezeichnet wurde.
Christian Pfander
Ein Rundgang durch das Haus, das von der Denkmalpflege des Kantons Bern als besonderes Bauwerk ausgezeichnet wurde.
Ein Rundgang durch das Haus, das von der Denkmalpflege des Kantons Bern als besonderes Bauwerk ausgezeichnet wurde.
Christian Pfander
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Marianne Tschannen steht lächelnd in ihrer Stube. «Als ich hier angekommen bin, habe ich oft davon geträumt, dass immer wieder neue Zimmer zum Vorschein kommen.» Seit über 65 Jahren wohnt sie im 400 Qua-dratmeter grossen Herrschaftshaus in der Rütimatt in Gerzensee. «Ich kam aus einfachen Verhältnissen in diese Villa, das war am Anfang schon sehr aussergewöhnlich für mich», sagt die 87-Jährige.

Aussergewöhnlich ist das Gebäude am Rütigässli allemal. 1905 wurde es erbaut, «bis zu 100 Arbeiter aus Italien waren zeitweise mit den Bauarbeiten beschäftigt», ist in einem Dokument festgehalten. Unüblich für diese Zeit wurde bereits eine Zentralheizung eingebaut, und es war das erste Haus in Gerzensee, das damals über eine eigene Stromversorgung verfügte. Noch heute ziehen sich die kleinen Stromkabel die Decken entlang. Die Kabel sind bei weitem nicht das einzige Relikt aus dieser Zeit.

«Als ich die Rütimatt das erste Mal gesehen habe, hats mich fast aus den Socken gehauen.»

Rolf WeberArchitekt

Wenn man durch die Eingangstüre tritt, fühlt sich jeder Besucher sofort zurückversetzt, und zwar weit zurück. Was von aussen der klassischen Fassade eines Bauernhauses gleicht, entpuppt sich von innen als Jugendstilvilla. Peter Tschannen, der Sohn von Marianne Tschannen, zeigt mit seiner Frau Brigitte auf verschiedene Details. «Schauen Sie an die Decke, an die Wände, zu den Fenstern und Türen», sagt er.

Jede Türklinke, die Vorhänge, jede Stuckatur, die in allen Räumen anders ausfällt, sei ein Original. Die Wände sind reich verziert mit Blumen und Schnörkeln aus Gips. Diese wurden von Spezialisten so angemalt, dass es aussieht, als wären sie aus Holz. Nicht einmal bei näherem Hinschauen fällt auf, dass es sich hierbei nur um Farbe handelt, so genau wurde jede einzelne Holzmaserung nachgezeichnet. «Für mich ist das nicht mehr so speziell, schliesslich bin ich hier aufgewachsen», sagt Peter Tschannen schmunzelnd.

Fast wie ein Schloss

Tschannens sind seit den 1920er-Jahren im Besitz des grossen Bauernhauses. Seit mehr als 20 Jahren widmen sich Peter und Brigitte Tschannen der Restaurierung der Villa, haben umfangreiche Arbeiten durchführen lassen. Das ganze Dach etwa musste vor einigen Jahren neu gedeckt werden, die 100-jährigen Nägel waren durchgerostet.

Das Engagement, das Haus und die Anlage mit künstlicher Grotte im englischen Stil zu erhalten, wurde nun vom Kanton Bern mit dem Denkmalpflegepreis ausgezeichnet. Diesen Preis vergibt die Denkmalpflege jährlich an eine Bauherrschaft, die ein Baudenkmal mit Alltagsnutzung sorgfältig restauriert und weiterentwickelt hat. Und zu restaurieren gibt es immer wieder etwas. «Ist am einen Ort etwas fertig geworden, gibt es bei so einem alten Haus gleich das nächste, das man machen könnte», sagt Peter Tschannen.

Nicht nur die Gäste sind beeindruckt von diesem Gebäude. Auch Architekt Rolf Weber schwärmt. «Als ich die Rütimatt das erste Mal gesehen habe, hats mich fast aus den Socken gehauen.» Dieses Bauernhaus sei für ihn zum Anschauen mit einem Schloss vergleichbar. Den Wert, den das Haus mittlerweile erlangt habe, könne man gar nicht richtig abschätzen. «Für 250'000 Franken wurde es gebaut, heute würde ein vergleichbares Gebäude einen zweistelligen Millionenbetrag kosten.»

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