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Die Figuren sind angekommen

Am Freitag wurden im Historischen Museum die ersten Terrakottafiguren aus China ausgepackt.

Die ersten Ausstellungsstücke aus China wurden gestern im Historischen Museum aus Holzkisten befreit. Rechts ein gepanzerter Infanterist, links ein weiss eingepacktes Pferd.
Die ersten Ausstellungsstücke aus China wurden gestern im Historischen Museum aus Holzkisten befreit. Rechts ein gepanzerter Infanterist, links ein weiss eingepacktes Pferd.
Urs Baumann

Zehn blaue Holzkisten standen gestern Nachmittag im Kubus des Historischen Museums. In ihnen befinden sich die Terrakottafiguren, welche China den Bernern für die Ausstellung «Qin» ausgeliehen hat. Die über 2000 Jahre alte steinerne Armee des ersten Kaisers von China wurde vor 40 Jahren in einer Grabanlage in der Provinz Shaanxi entdeckt. Archäologen haben bis heute 1500 von geschätzten 8000 Figuren ausgegraben. Nach Bern sind 10 Figuren, darunter ein Pferd, gekommen. Die als achtes Weltwunder bezeichnete archäologische Sensation besteht nicht nur aus Kriegern, es befinden sich auch Beamte, Musiker und Artisten aus Terrakotta darunter. Mitgereist nach Bern ist auch ein chinesisches Ausstellungsteam, welches gestern beim Auspacken der fragilen Fracht mitgeholfen hat. Die Figuren wurden von Shaanxi mittels Spezialtransport während einer zweitägigen Reise auf dem Landweg nach Peking gebracht und dort in ein Flugzeug verladen. Wann und wo genau sie in der Schweiz eingetroffen sind, wurde aus Sicherheitsgründen nicht mitgeteilt.

Aus der ersten Holzbox wurde gestern am späten Nachmittag sorgfältig ein 2240 Jahre alter gepanzerter Infanterist befreit. Dann machte sich das Team an den grössten der zehn Holzcontainer. In der drei mal drei Meter grossen Ummantelung befand sich das Pferd. Das Lösen der Holzwände war eine knifflige Aufgabe – sie dauerte eine halbe Stunde. Dann endlich kam ein Ross, komplett mit weissem Tuch verhüllt, zum Vorschein. Mehr bekamen die zahlreichen Fotografen gestern nicht vor die Kamera. An der Ausstellung werden nicht nur Terrakottafiguren zu sehen sein, sondern zusätzlich 220 weitere hochkarätige Artefakte aus dem alten China. sru

SDA/mas

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