Die Steuern steigen

Studen

Die Gemeinde­versammlung in Studen genehmigte eine Steuererhöhung von 1,60 auf 1,72 Einheiten.

Die Gemeindeversammlung segnete die Erhöhung von 1,60 auf 1,72 Einheiten mit grossem Mehr ab.

Die Gemeindeversammlung segnete die Erhöhung von 1,60 auf 1,72 Einheiten mit grossem Mehr ab.

Simone Lippuner

Mit den Finanzen sieht es in Studen nicht allzu rosig aus. Der Bilanzüberschuss wird bis 2022 auf 2,9 Millionen Franken sinken, es kommen hohe Investitionen auf die Gemeinde zu, das Sparpotenzial ist ausgeschöpft. Kommt hinzu, dass Studen künftig kein Industrieland mehr verkauft, sondern dieses nur noch im Baurecht abgeben will. So fehlt künftig die jährlich budgetierte halbe Million Franken Erlös aus Land­verkäufen. Kurz: Um eine Steuererhöhung kommt Studen nun nicht mehr herum.

Die Gemeindeversammlung sah das am Montagabend ebenso und segnete die Erhöhung von 1,60 auf 1,72 Einheiten mit grossem Mehr ab. Entsprechend dankbar zeigte sich Gemeindepräsidentin Theres Lautenschlager (Freies Bündnis). «Wir brüteten in drei langen Sitzungen über dem Budget, eine davon fand gar in den Ferien statt», sagte sie. Dabei hätten sie jede Sparmöglichkeit genau unter die Lupe ge­nommen, «so verzichten wir beispielsweise auf die Anschaffung von neuen Tischen für die Mehrzweckhalle.»

Wunsch nach Spezialfonds

In den letzten sechs Jahren konnte Studen über 40 000 Quadratmeter Industrieland verkaufen. Diese Gewinne flossen immer in den Steuerhaushalt – ein Vor­gehen, das manchen Bürgern sauer aufstiess. Er wolle die hundertprozentige Garantie, dass das Land als «Volksgut» künftig nicht mehr verschachert werde, sagte ein Versammlungsteilnehmer. Ein anderer stellte den Antrag, für die Erträge aus Landverkäufen sowie die Baurechtszinsen einen speziellen Fonds zu er­richten, damit dieses Geld nicht mehr der Querfinanzierung diene. Der Antrag wurde abgelehnt.

Das Budget 2018 sieht bei ei­nem Aufwand von knapp 13 Millionen Franken einen Verlust von 180 000 Franken vor.

Berner Zeitung

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