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Diskussion um Schule

Die geplante Stufenzusammenlegung gab am Dienstag im Parlament in Muri zu reden.

Die Zusammenlegung von Mitell- und Oberstufe gibt in Muri zu reden. Vor der Zusammenlegung sollte erst über die pädagogische Ausrichtung diskutiert werden, sagen die Lehrer.
Die Zusammenlegung von Mitell- und Oberstufe gibt in Muri zu reden. Vor der Zusammenlegung sollte erst über die pädagogische Ausrichtung diskutiert werden, sagen die Lehrer.
Urs Baumann

Eigentlich war das Traktandum Nummer drei nur zur Kenntnisnahme vorgesehen. Damit mochte sich das Muriger Parlament am Dienstag jedoch nicht begnügen. Zu emotional war das Thema, um das es ging: die geplante Schaffung von Stufenzentren an zwei Schulstandorten.

Ab 2023 will der Gemeinderat die Mittel- und Oberstufen zusammenlegen. Konkret heisst das: Alle Fünft- und Sechstklässler sollen nur noch in der Schule Moos und alle Siebt- bis Neuntklässler in der Schule Seidenberg unterrichtet werden.

Im Parlament gingen die Meinungen zu diesen Plänen auseinander. FDP, SVP und Grüne stellten sich hinter die Stufenzusammenführung. «Eine Konzentration ist sinnvoller als eine Verteilung auf mehrere Standorte», sagte Carole Klopfstein (Grüne). Ähnlich sah es Marc Anrig (FDP). Er selber sei im Moos zur Schule gegangen und habe etwa für den Hauswirtschaftsunterricht jeweils in ein anderes Schulhaus ausweichen müssen, weil es die Infrastruktur nur dort gab. «Man sollte die Ressourcen optimal nutzen», fand er. Jennifer Herren (SVP) verwies auf den vermeintlichen Vorteil, dass bei einer Zusammenlegung der Stufen die Übertrittsverfahren vereinheitlicht werden könnten.

Die SP gespalten

Gespalten zeigte sich die SP. Während einzelne Parteimitglieder sich für die Zusammenlegung aussprachen, kritisierten sie andere. «So wie unsere Schule heute organisiert ist, hat sie einen ausgezeichneten Ruf», sagte Joe Brunner. Er warnte davor, gut funktionierende Lehrerteams aufzulösen.

Tatsächlich: Dass Muris Lehrer wenig von einer Zusammenlegung halten, bekundeten sie kürzlich in einem Brief an die Behörden. Gestern untermauerten sie ihre Haltung. Über 30 Lehrpersonen waren bei der Parlamentssitzung anwesend.

Gabriele Siegenthaler (Forum) formulierte schliesslich nochmals das Hauptanliegen der Lehrer: «Vor einer Zusammenlegung sollte erst die pädagogische Vision der Gemeinde diskutiert werden.» Denn bei dieser Frage, wie durchlässig das Schulmodell sein sollte, ist man sich in Muri seit Jahren uneinig.

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