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Ein behindertes Kind als Lebensschule für alle

Ein neuer Bluttest erlaubt Schwangeren, einfach und früh festzustellen, ob ihr Kind am Downsyndrom leidet. Was es bedeutet, ein behindertes Kind zu haben, das wissen Christina Güttinger (39) und Luca Aebersold (38) aus Bern. Sie erzählen von ihrem Leben mit Vera (12).

Fast eine ganz normale Familie: Christina Güttinger (39), Vera (12), Maël (4), Luca Aebersold (38) und Ann (9) in ihrem Garten in der Länggasse.
Fast eine ganz normale Familie: Christina Güttinger (39), Vera (12), Maël (4), Luca Aebersold (38) und Ann (9) in ihrem Garten in der Länggasse.
Urs Baumann

Es ist ein ganz gewöhnlicher Familienabend: Christina Güttinger (39) und Luca Aebersold (38) sitzen an ihrem Stubentisch im Berner Länggassquartier. Die Kinder Vera (12), die das Downsyndrom hat, Ann (9) und Maël (4) sind im Bett. Was schon Eltern mit gesunden Kindern brauchen, davon benötigen Christina Güttinger und Luca Aebersold noch eine gehörige Portion mehr: Gelassenheit, Geduld und Humor. Der Vater sagt, es störe ihn, wenn Kinder mit Downsyndrom als «immer lieb und herzlich» hingestellt würden. «Unsere Tochter kann manchmal auch extrem mühsam sein.» Trotz vieler schwieriger Momente betont er aber: «Ich würde mich immer noch mit allem heutigen Wissen für Vera entscheiden.» Sie sei eine Bereicherung und eine Lebensschule für die ganze Familie.

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