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Ein neues Dach für die Dampflok

Das Geld ist da, die Renovation kann beginnen. Ab Ende Mai wird der marode Lokomotivschuppen saniert. Die Stiftung Historische Bahnanlage Lyss konnte für die dringendsten Arbeiten 400'000 Franken auftreiben.

Allzu lange muss die historische Dampflok Pacific 01 202 nicht mehr im maroden Schuppen beim Lysser Bahnhof hausen. Die Stiftung Historische Bahnanlage Lyss hat sich in den letzten Monaten intensiv auf Sponsoren­suche gemacht – und wurde ­fündig.

Knapp 400'000 Franken haben die Bahnfreunde beisammen, um den einsturzgefährdeten Lokomotivschuppen zu re­novieren. «Plötzlich ging alles Schlag auf Schlag», sagt Stiftungsratspräsident Peter Zuber. «Wir freuen uns sehr, dass wir die Renovation anpacken können.»

Die Remise gibt ein tristes Bild ab: Die Fassaden sind versprayt, die Eternitplatten bröckeln, das Dach ist morsch. «Wir hatten schon Angst, dass das Dach unter dem Schnee einbricht», sagt Peter Zuber.

Es gehört zusammen mit der Fassade zu den dringendsten Sanierungsarbeiten. Insgesamt soll das geschützte Gebäude wieder so hergestellt werden, wie es 1864 errichtet wurde.

Viel Geld von der Gemeinde

Nachdem die Stiftung beim Gemeinderat vorstellig geworden war, hat auch die Gemeinde Lyss den Handlungsbedarf erkannt. Sie steuert an das Vorhaben 120 000 Franken bei. «Wir waren überrascht über den hohen Betrag», sagt Zuber.

Zu den Gönnern gehören auch die Gebäudeversicherung des Kantons Bern, zahlreiche Betriebe und Privatpersonen sowie die kantonale Denkmalpflege, welche die Sanierungsarbeiten begleitet.

Diese beginnen Ende Mai und sollten Anfang August abgeschlossen sein. Denn am 11. und am 12. August finden in Lyss die Dampftage statt – «bis dahin müssen wir fertig sein», sagt Peter Zuber. Der rechtliche Rahmen für die Arbeiten ist bereits geschaffen, das Baugesuchsverfahren ging ohne Einsprachen über die Bühne. Aktuell findet die Arbeitsvergabe statt.

Weitere Etappen geplant

Die Stiftung Historische Bahn­anlage Lyss hat das Areal 2014 von den SBB gekauft und setzt sich seither für dessen Erhalt ein. Dort stehen nebst der Remise andere Zeitzeugen, die Drehscheibe zum Beispiel oder ein Wasserkran. Das ganze Areal steht unter Denkmalschutz. Nach der Sanierung des Loki-Schuppens sind weitere Etappen geplant.

«Für die Sanierung des rest­lichen Areals sind wir noch immer auf Geldsuche», sagt Zuber. Dies pressiere jedoch nicht. «Das Wichtigste ist der Loki-Schuppen.»

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