Eine pragmatische Lösung

Der Kommentar von BZ-Stadtredaktor Michael Bucher zum neuen Standort für den geplanten Jugendclub in der Stadt Bern.

Im ehemaligen Passion Club soll ein Ausgehlokal für 16- bis 18-Jährige entstehen. Foto: Beat Mathys

Im ehemaligen Passion Club soll ein Ausgehlokal für 16- bis 18-Jährige entstehen. Foto: Beat Mathys

Michael Bucher@MichuBucher

Dass der Stadt Bern ein Ausgehlokal für 16- bis 18-Jährige guttäte, um den teilweise überhitzten Schmelztiegel Schützenmatte etwas zu entlasten, dagegen war schon vor fünf Jahren kaum jemand. Zumal die Jugendlichen auf der «Schütz» auch mit dem Drogenhandel in Berührung kommen.

Jüngst machte es jedoch den Anschein, als würde die Eröffnung eines Jugendclubs an der Predigergasse auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben werden. Grund waren Einsprachen von Anwohnern, die zu viel Lärm befürchteten. Nun ist klar: Die Einsprecher haben gewonnen.

Bevor das Projekt zum Debakel gerät, zaubert der Gemeinderat mit dem Standort Grosse Schanze eine neue Lösung aus dem Hut. Das ist ein pragmatischer und sinnvoller Entscheid. Weil dort schon jahrelang Nachtclubs existieren, ist kaum mit Protest zu rechnen.

Kritik muss sich die Stadt trotzdem gefallen lassen. Rückblickend muss man die Idee, den Nachtclub an der Predigergasse zu realisieren, als Schnellschuss bezeichnen. Im Sommer hätten die Teenager draussen lediglich auf dem Trottoir verweilen können. Auch deswegen ist die Grosse Schanze eine bessere Lösung.

thunertagblatt.ch/Newsnetz

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