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Bern bewirbt sich für Rad-WM

Nach der Tour de France vor zwei Jahren buhlt Bern erneut um einen internationalen Radsport-Event der Spitzenklasse: die Strassen-WM 2023. Diese würde perfekt zur Positionierung Berns passen, sagt Berns Tourismusdirektor.

Christoph Hämmann
Bei der letzten Strassen-WM auf Schweizer Boden, 2009 in Mendrisio, gewann Fabian Cancellara Gold im Zeitfahren. Nach seinem Rücktritt wirbt der Berner nun für eine Austragung der WM 2023 in der Schweiz.
Bei der letzten Strassen-WM auf Schweizer Boden, 2009 in Mendrisio, gewann Fabian Cancellara Gold im Zeitfahren. Nach seinem Rücktritt wirbt der Berner nun für eine Austragung der WM 2023 in der Schweiz.
Keystone

Die Stadt Bern will sich als Gastgeberin für die Radsport-Strassen-WM 2023 bewerben. Dies geht aus einer Mitteilung von Swiss Cycling hervor, dem nationalen Radsportverband. Dieser verfolgt die Strategie, regelmässig internationale Titelkämpfe zu veranstalten.

Tatsächlich finden in den nächsten Jahren in der Schweiz zahlreiche Radgrossanlässe statt: im September 2018 in Lenzerheide die Mountainbike-WM, 2019 in Grächen die Mountainbike-Marathon-WM und in Basel die Hallenradsport-WM, 2020 die Radquer-WM in Dübendorf.

In Bern sollen die Strassen-Welt­meisterschaften 2023 stattfinden. Allerdings prüft die Stadt Zürich eine gleiche Bewerbung. Und auch Martigny buhlt um den prestigeträchtigen Event; die Walliser Stadt richtet ihre Planung anders als Bern und Zürich bereits auf 2022 aus. Swiss Cycling will bis Ende Jahr entscheiden, welches Dossier beim Welt­verband UCI eingereicht wird.

«Hohe Wertschöpfung»

Laut Martin Bachofner, CEO bei Bern Welcome, würde eine Radsport-WM perfekt ins touristische Profil der Bundesstadt passen. Das Velo sei in Bern nicht nur politisch ein wichtiges Thema, sondern wie Sport generell auch für Bern Welcome. «Sowohl bei der Promotion der Destination Bern als auch bei der touristischen Angebots- und Evententwicklung spielt das Velo eine wichtige Rolle», sagt Bachofner.

Events sollen in erster Linie eine Breitenwirkung haben, so Bachofner, «doch gelegentlich braucht es auch einen Leuchtturm». Ein solcher wäre eine Radsport-WM, ist er überzeugt. «Zudem dauern Weltmeisterschaften eine ganze Woche und um­fassen auch Frauen- und Nachwuchs­rennen.» Allein die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, aber auch deren Teams und Angehörige sowie Fans aus der ganzen Welt würden für eine «hohe direkte Wertschöpfung» sorgen, sagt Bachofner. «Studien belegen, dass eine Radsport-WM gut investiertes Geld wäre.»

Das Ganze sei aus der Sicht von Bern Welcome «noch relativ unverbindlich», betont Bachofner mit Blick auf die Kandidaturen von Martigny und möglicherweise Zürich. Jetzt werde zunächst einmal zuhanden von Swiss Cycling ein Vorprojekt erarbeitet.

Swiss Cycling hat begonnen, ein prominent besetztes Unterstützungskomitee aufzubauen. Gemäss der Mitteilung haben unter anderen Bundesrat Ueli Maurer (SVP), der Berner Radsportstar und Doppelolympiasieger Fabian Cancellara sowie SP-Nationalrat Matthias Aebischer, Präsident von Pro Velo Schweiz, bereits zugesagt. «Ein unglaublich schönes Gefühl»

Letztmals fand im September 2009 in Mendrisio eine Strassen-WM in der Schweiz statt. Fabian Cancellara gewann damals seine dritte Zeitfahrgoldmedaille. «Es ist ein unglaublich schönes Gefühl, im eigenen Land eine WM be­streiten zu können», sagt Cancellara. Die Möglichkeit, sich auf höchster Ebene vor Heimpublikum zu präsentieren, möchte Swiss Cycling auch aktuellen und künftigen Aushängeschildern bieten.

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