Elisabeth Müllers Erbe lebt in der neuen Schule weiter

Wabern

Aus der Elisabeth-Müller-Schule wird die Heilpädagogische Schule Wabern. Am Angebot für Kinder mit einer leichten geistigen Behinderung wird nicht gerüttelt.

Der Namen ändert, aber das Angebot und das Schulgebäude mit seinem Garten bleibe bestehen - vorläufig jedenfalls.

Der Namen ändert, aber das Angebot und das Schulgebäude mit seinem Garten bleibe bestehen - vorläufig jedenfalls.

(Bild: zvg)

Stephan Künzi

Ein klingender Name verschwindet, nicht aber die Institution, für die er seit je steht. Auf Anfang Jahr hat die Elisabeth-Müller-Schule in Wabern den Betrieb an die benachbarte Sprachheilschule Wabern übertragen. Die beiden Klassen, in denen leicht geistig behinderte Kinder gezielt gefördert werden, stehen nun unter dem Dach der Salome-Brunner-Stiftung. Diese ist vor drei Jahren aus der Trägerschaft der Sprachheilschule hervorgegangen.

Vorerst alles beim Alten

Für die Elisabeth-Müller-Schule, die neu Heilpädagogische Schule Wabern heisst, ändert nichts. Daniel Iseli, der Präsident des bisher verantwortlichen Trägervereins, betont es mit Nachdruck. Er tut dies nicht nur mit Blick auf das spezifische Angebot, das, wie er nochmals hervorstreicht, weitergeführt wird. Auch «das Schulgebäude mit seinem tollen Garten» bleibe bestehen, fährt Iseli fort – vorläufig jedenfalls. Mittelfristig sei eine Züglete aufs Areal der Sprachheilschule aber denkbar. Früher oder später werde dort ohnehin wieder gebaut. Zum Unterrichten stünden dann moderne Räume zur Verfügung, und auch Turnen auf dem eigenen Areal wäre möglich.

Heute ist das anders. Eine eigene Halle fehlt.

Bekannte Schriftstellerin

Als Grund für das Zusammengehen mit der Sprachheilschule gibt Iseli die steigenden Anforderungen an. Seine Schule habe mit ihren 14 Plätzen für das Management, für die Qualitätssicherung oder für die Berichterstattung an den Kanton ähnlich viel Aufwand betrieben wie die Salome-Brunner-Stiftung. Diese betreut aktuell in Wabern, Langenthal und Biel rund 200 Kinder.

Finanziell steht die Elisabeth- Müller-Schule laut Iseli gut da. Unter anderem hat dies damit zu tun, dass sie noch immer von ihrer Mitgründerin profitiert. Die bekannte Schriftstellerin Elisabeth Müller hatte verfügt, dass die Tantiemen aus ihren Büchern der Schule zugutekommen sollen. Wer heute «Die sechs Kummerbuben» kauft, unterstützt direkt die Elisabeth-Müller-Schule – und fortan eben die Salome-Brunner-Stiftung.

Berner Zeitung

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