Zum Hauptinhalt springen

Eltern zahlen weiter an Lager

Die Eltern in Zollikofen sollen in Zukunft maximal 25 Franken pro Tag an Landschul­wochen und andere obligatorische Schullager zahlen. Das Wintersportlager wird künftig eventuell freiwillig sein.

Spass im Schnee: Das Wintersportlager ist in Zollikofen bei den Schülern wie auch den Eltern ­beliebt. (Symbolbild)
Spass im Schnee: Das Wintersportlager ist in Zollikofen bei den Schülern wie auch den Eltern ­beliebt. (Symbolbild)
ZSP

Jedes Jahr gehen die Oberstufenschüler von Zollikofen ins Wintersportlager. Pro Schüler kostet die obligatorische Woche 350 bis 400 Franken. 200 Franken davon zahlt die Gemeinde, den Rest übernehmen die Eltern. Das klappe problemlos, hält der Gemeinderat fest.

Doch nun kommt Zollikofen, wie vielen anderen Gemeinden, ein Urteil des Bundesgerichts in die Quere. Demnach können ­Eltern nicht mehr verpflichtet werden, sich an den Kosten für obligatorische Schullager zu ­beteiligen.

Trotzdem sollen die ­Lager und Landschulwochen in Zollikofen auch in Zukunft beibehalten werden: Dafür machen sich SP-, FDP- und GLP-Parlamentsmitglieder in zwei politischen Vorstössen stark.

15 bis 25 Franken pro Tag

In seiner Antwort auf die Vorstösse gibt der Gemeinderat Entwarnung: Die Aktivitäten der Schule sollen im gleichen Rahmen weitergeführt werden. Die Gemeinde übernimmt wie bisher die Kosten für Exkursionen und Projektwochen.

Bei Schulreisen, Landschul- und Studienwochen werden weiterhin Elternbeiträge erhoben, wenn der Gemeindebeitrag nicht ausreicht. Das Bundesgericht lässt nämlich ein Hintertürchen offen: Die Verpflegungskosten für die Lager dürfen nach wie vor den Eltern verrechnet werden. Pro Tag seien Elternbeiträge von 15 bis 25 Franken zumutbar, hält die bernische Erziehungsdirektion fest.

Bei den Landschul- und Studienwochen lag Zollikofen schon bisher in diesem Kostenrahmen. Hier ist keine Änderung nötig. Beim Wintersportlager dagegen mussten die Eltern pro Tag 30 bis 40 Franken zahlen. Der ­Gemeinderat prüft deshalb, das Obligatorium abzuschaffen. Das Wintersportlager würde in diesem Fall weitergeführt – allerdings auf freiwilliger Basis.

Beliebtes Skilager

Das Wintersportlager sei bei den Schülern wie auch den Eltern ­beliebt, so der Gemeinderat. Er geht deshalb davon aus, dass ein Grossteil der Jugendlichen weiterhin am Lager teilnehmen ­würde – auch wenn dieses nicht mehr obligatorisch wäre.

maz

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch