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Interesse an Industrie-nacht

Bereits sind es 17 von rund 30 Firmen, welche sich an der ersten Industrienacht von Thun und der Region beteiligen werden. Die Organisatoren sind überwältigt und freuten sich gestern auf eine innovative Förderung zukünftiger Fachkräfte.

Museumsnächte gibt es schon - nun kommt die Industrienacht
Museumsnächte gibt es schon - nun kommt die Industrienacht
Susanne Keller

Junge Menschen für eine Berufslehre begeistern – aus einer Idee wird Tatsache: In Thun und der angrenzenden Region findet schweizweit am 19. Mai 2017 die erste Industrienacht statt. Ma­nuela Gebert, Fred Gaegauf und Markus Binggeli gaben gestern den Start für den Anlass und waren von Grund auf begeistert: «Unser von einem ehrenamtlichen Verein geführtes Projekt stiess sofort auf Akzeptanz», freute sich Markus Binggeli an der Projektvorstellung. Ziel ist es, mit der Industrienacht – entstanden aus einem Vorzeigebeispiel aus Deutschland – die Möglichkeiten der Industrie für die Ausbildung von Fachkräften zu fördern.

«Dabei ist es wichtig, dass wir unsere zukünftigen Ausbildungsmöglichkeiten in der Region halten können. Unser Anlass versteht sich als Schnittstelle zwischen der Grundausbildung gegenüber der Industrie», sagte Binggeli an der gestrigen Medienkonferenz. Und mit einer solch hohen Akzeptanz hätten die drei Initianten nicht gerechnet: «Bereits haben 17 Firmen zugesagt, sich an der Industrienacht zu beteiligen», freute sich Manuela Gebert und ergänzte: «Bereits sind acht Standortgemeinden in das Projekt involviert, bevor überhaupt der offizielle Startschuss gefallen ist. Zudem haben sich schon jetzt über 200 Schüler angemeldet.»

Motivation an der Basis

Der Ablauf der ersten Industrienacht der Schweiz wird so sein, dass nebst einem spannenden Rahmenprogramm zwischen 17 und 22 Uhr ein Rundkurs in den von den Teilnehmern gewünschten Unternehmen stattfindet. «Die angehenden Fachkräfte erhalten so einen Einblick in die Produktion unterschiedlichster Betriebe. Das hilft und soll vor allem bei der Berufswahl motivieren», sagte Markus Binggeli.

Motivation zur Ausbildung

Hansueli Schürch, Personalverantwortlicher der Fritz Studer AG in Steffisburg, freute sich gestern ebenfalls und findet die erste Industrienacht mehr als begrüssenwert: «Vergleiche ich das Interesse an Ausbildungsmöglichkeiten vor zehn Jahren, so ist es heute schwieriger, Nachwuchs zu finden.» Spannend ist auch, dass sogar im kaufmännischen Bereich häufiger Absagen kommen, wenn es um die Lehrstellenvergabe kommt: «Es gibt ab und zu ­negative Entscheide unter dem Aspekt, dass man jetzt einen Ausbildungsplatz bei einem Bank­institut gefunden habe und nicht in einem Industriebetrieb lernen möchte», sagte Schürch gegenüber dieser Zeitung.

Die Fritz Studer AG und 16 weitere Firmen machen bereits an der Industrienacht mit. «Weitere Firmen sind willkommen, allerdings müssen wir die Teilnehmerzahl begrenzen. Denn unser Konzept stösst auf grosses Interesse», freute sich Manuela ­Gebert.

Weitere Infos über die Industrienacht sind in den nächsten Tagen unter www.industrienacht.ch abrufbar.

SDA/mbu

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