Gemeindepräsident tritt nicht zur Wiederwahl an

Bremgarten

Andreas Kaufmann (GLP), Gemeindepräsident von Bremgarten, wird im Dezember bei den Gemeindewahlen nicht mehr antreten.

Wird an den kommenden Gemeindewahlen nicht mehr antreten: Bremgartens Gemeindepräsident Andreas Kaufmann (Archivbild).

Wird an den kommenden Gemeindewahlen nicht mehr antreten: Bremgartens Gemeindepräsident Andreas Kaufmann (Archivbild).

(Bild: Manu Friederich)

Mathias Gottet

Nach acht Jahren im Gemeinderat, davon fünf als Gemeindepräsident, ist Schluss: Andreas Kaufmann tritt Ende Jahr nicht mehr zu den Wahlen von Bremgarten an. Das teilte seine Partei, die GLP, gestern mit.

Als Grund für seinen Entscheid nennt der 49-jährige Milizpolitiker eine neue berufliche Funktion, die er seit dem letzten Jahr im Bundesamt für Verkehr inne habe. Dort ist er zurzeit stellvertretender Sektionschef. Seither sei die Familie schlichtweg zu kurz gekommen. «Gemeindepräsident ist man rund um die Uhr», hält Kaufmann fest. «Dazu muss auch die Familie bereit sein.»

Eine der grössten Aufgaben als Kommunal-Politiker sei der Kauf des Kirchgemeindehauses gewesen. «Es war ein sehr schwieriges Geschäft», sagt Kaufmann. Heute wird das Gebäude als Gemeindezentrum betrieben. «Das gibt uns als Gemeinde viel Raum, den wir flexibel nutzen können», sagt er. Als weiteren grossen Erfolg wertet Kaufmann die Verleihung des Energiestadt-Labels. «Viele Geschäfte sind beendet, ein guter Zeitpunkt, um zu gehen», sagt Kaufmann.

Grenze verwischt

Andreas Kaufmann war der erste Präsident der GLP in einer grossen Berner Agglomerationsgemeinde. Zurzeit laufen in Bremgarten die Nominationen für die Wahlen vom 1. Dezember. Die Kandidaten werden erst in einigen Wochen bekannt gegeben. Die GLP will alles daran setzen, den Sitz im Gemeinderat zu behalten.

Kaufmann ist in Bremgarten aufgewachsen. Über die Jahre habe sich die Gemeinde stark verändert. «Bremgarten ist viel urbaner und anonymer geworden», sagt er. Gerade im Freizeitbereich sei die Grenze zur Stadt Bern mittlerweile überhaupt nicht mehr spürbar. Zudem habe die Gemeinde seit den 1970er Jahre ihre Schulden massiv abbauen können.

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