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Gemeinderat verteidigt Polizeieinsatz bei YB-Belgrad

Vor dem Spiel YB-Roter Stern kam es zu Ausschreitungen. Die Polizei musst mehrmals eingreifen. Der Berner Gemeinderat verteidigt die Polizeieinsatz. Es gab wohl auch Provokationen durch Passanten.

Vor der Drogenabgabestelle in der Hodlerstrasse wurde kurz nach 18 Uhr ein Mann von mindestens 15 Belgrad-Fans verprügelt. Um den Mob zu beruhigen, gab ein Polizist (Mitte) drei Warnschüsse in die Luft ab.
Vor der Drogenabgabestelle in der Hodlerstrasse wurde kurz nach 18 Uhr ein Mann von mindestens 15 Belgrad-Fans verprügelt. Um den Mob zu beruhigen, gab ein Polizist (Mitte) drei Warnschüsse in die Luft ab.
Leserreporter 20 Minuten
Anhänger tragen Scharmützel untereinander aus.
Anhänger tragen Scharmützel untereinander aus.
Jürg Spori
Auch erste Mannschaftswagen sind aufgefahren.
Auch erste Mannschaftswagen sind aufgefahren.
Jürg Spori
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Fast einen Monat nach den Ausschreitungen am Rand des Fussballspiels YB-Roter Stern Belgrad hat der Berner Gemeinderat den Einsatz der Polizei verteidigt. Dieser sei «rasch, wirksam und dennoch verhältnismässig» gewesen.

Das schreibt der Gemeinderat in seiner Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion GB/JA. Der Fanmarsch der Serben sei nicht bewilligt gewesen, die Route habe man nicht gekannt. Entsprechend gross sei das Gebiet zwischen Innenstadt und Stade de Suisse gewesen, das die Polizei im Auge habe halten müssen.

«In aller Schärfe» verurteilte der Gemeinderat das Verhalten und die strafbaren Handlungen einzelner Fans. Die strafrechtlichen Abklärungen seien im Gang. Kritik müssen sich auch Bernerinnen und Berner gefallen lassen.

«Berner Provokationen»

Der Gemeinderat zitiert wie folgt aus einem Polizeibericht: «Die Auseinandersetzungen während des Fanwalks sind zum Teil darauf zurückzuführen, dass Passanten die Belgrader Fans provozierten und teilweise auch die Auseinandersetzung suchten.»

So sei der Fanmarsch im Lorrainequartier an einer Gartenbeiz vorbeigekommen. «Die Gäste im Restaurantgarten wussten nichts Besseres zu machen als mittels Zeigen des Doppeladlers die Fans aufs äusserte zu provozieren.»

Die serbischen Fans warfen damals volle Bierdosen in Richtung Restaurantgarten, wie auf einem Video zu sehen ist, das in den Medien verbreitet wurde. Gäste des Cafés deuteten dies als Reaktion auf eine am Haus hängende Regenbogenfahne, die den Belgrader Fans nicht gepasst habe.

Roter Stern Belgrad war am 21. August zu Gast in Bern. Bei Auseinandersetzungen vor und nach dem Spiel wurden fünf Menschen verletzt. Kritiker hatten der Polizei vorgeworfen, sie habe die serbischen Fans zu sehr gewähren lassen. Mit der Antwort des Gemeinderats ist die Fraktion GB/JA nicht zufrieden, wie sei am Donnerstagabend im Stadtrat erklärte.

SDA/tag

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