Zum Hauptinhalt springen

Gemeinderat will die Steuern erhöhen

Jedes Jahr resultiert in der Gemeinde Grosshöchstetten ein Defizit. Höhere Steuern sollen Abhilfe schaffen.

Der Gemeinderat von Grosshöchstetten will die Steuern um ein Zehntel von 1,42 auf 1,52 Einheiten erhöhen.
Der Gemeinderat von Grosshöchstetten will die Steuern um ein Zehntel von 1,42 auf 1,52 Einheiten erhöhen.
Manuel Zingg

In Grosshöchstetten reiht sich Defizit an Defizit. Ändern könne man dies nur durch mehr Einnahmen, schreibt der Gemeinderat in einer Medienmitteilung. Mit anderen Worten: Er will die Steuern erhöhen.

In der Gemeinde stehen in naher Zukunft zahlreiche Investitionen an. Liegenschaften müssen saniert werden, so zum Beispiel das Sek-Schulhaus. Ein grösseres Projekt ist zudem das Freibad, das für über 3 Millionen Franken saniert werden soll. Natürlich habe man diese Kosten im Hinterkopf, erklärt Gemeindepräsidentin Christine Hofer (EVP). «Die Steuererhöhung erfolgt aber nicht deswegen.»

Anfang Jahr fusionierte Grosshöchstetten mit Schlosswil. Das trage nichts zu diesem Entscheid bei, sagt Hofer. «Es bestand schon vorher ein strukturelles Defizit.»

Bisher habe sich dieses Defizit stets in Grenzen gehalten. Dies jedoch nur deshalb, weil Sonderfaktoren die Rechnung positiv beeinflusst hätten, sagt Hofer. Die Rede ist von Lottogewinnen, Buchgewinnen oder Landverkäufen. Weil das Ergebnis stets besser gewesen sei als budgetiert, habe dies in der Gemeinde kaum für Kritik gesorgt. Mit diesen Sonderfaktoren kann die Gemeinde jedoch nicht rechnen, da sie unverhofft kommen. Zudem seien aufgrund der angespannten finanziellen Situation Investitionen teilweise nur zögerlich getätigt worden.

Ein Zehntel mehr

Konkret will der Gemeinderat die Steuern um ein Zehntel von 1,42 auf 1,52 Einheiten erhöhen. Damit steht die Gemeinde vergleichsweise immer noch gut da. In der Nachbargemeinde Konolfingen liegen die Steuern beispielsweise bei 1,59 Einheiten, in Biglen gar bei 1,75.

Bereits 2015 wollte der Gemeinderat die Steuern erhöhen. Die Gemeindeversammlung entschied sich jedoch dagegen. Auch dieses Mal haben die Bürgerinnen und Bürger das letzte Wort. Über die Steuererhöhung stimmen sie an der Gemeindeversammlung im Dezember ab. Es werde wohl auch dieses Mal zu Diskussionen kommen, sagt Christine Hofer. Die Ausgangslage sei nun aber anders, der finanzielle Druck grösser. Der Gemeinderat hoffe, dass die Einwohner erkennen, dass eine Steuererhöhung weitsichtig und unumgänglich sei.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch