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Grosser Erfolg für BDP in Schüpfen

Einen Tag nach der Gründung der Bürgerlich-Demokratischen Partei (BDP) Schweiz hat die junge Gruppierung in Schüpfen einen grossen Erfolg gefeiert. Sie zieht mit zwei Leuten in den Gemeinderat ein.

Ein Sitz war der BDP zugetraut worden, nämlich jener von Gemeinderat Peter Gerber, der im Sommer zur BDP gewechselt hat. Dieser nahm seine Stimmen, wie sich nun zeigte, mit zur BDP und wurde klar gewählt. Dass die BDP mit Marianne Schenk-Anderegg noch einen zweiten Sitz holen würde, gilt als Riesenüberraschung.

«Davon wagten wir nicht einmal zu träumen», sagte BDP-Präsident Ueli Weber nach den Wahlen auf Anfrage. Der Erfolg der BDP geht auf Kosten der SVP, die einen Sitz einbüsste, und des bürgerlichen schüpfen plus (s+) mit ebenfalls nur noch einem Sitz.

Der Erfolg der BDP im Dorf von SVP-Übervater Rudolf Minger ist symbolträchtig. Minger hatte 1918 die BGB und heutige SVP gegründet und wohnte im Dorf zwischen Bern und Biel, auch in seiner Zeit als Bundesrat. Wahlziel der SVP war es, der BDP ihren durch den Übertritt erlangten Sitz gleich wieder abzujagen.

Ratspräsident unbestritten

Gemeinde- und Gemeinderatspräsident in einer Person bleibt Ueli Hunziker (SVP). Martin Schlup (SVP,bisher) verteidigte seinen Sitz. Gut gewählt wurden für die SP Brigitte Blunier-Berger (neu) und Hans Jensen (bisher). Michael Ueltschi bleibt für schüpfen plus Mitglied der Exekutive.

Ein Blick auf die Anzahl Parteistimmen zeigt, dass die SVP mit 1400 Stimmen nur drittstärkste Kraft hinter der SP (1517) und der BDP (1492) wurde. schüpfen plus erreichte 1184 Stimmen. Schüpfen zählt gut 3200 Einwohner.

Der wiedergewählte Gemeinderat und SVP-Präsident Martin Schlup sagte auf Anfrage, mit der Wiederwahl von Peter Gerber habe man realistischerweise rechnen müssen. Dass die BDP nun aber gleich zwei Sitze machte, führt Schlup auf eine «gewisse Euphorie» zurück, von der die neue Partei im Moment profitiere.

Er finde nach wie vor, es sei der falsche Weg, einem Verein den Rücken zu kehren, wenn Schwierigkeiten auftreten. Fehler seien bei der SVP auf schweizerischer Ebene passiert. Doch diese müsse man mit beharrlicher Arbeit innerhalb der Partei zu korrigieren versuchen.

Die neue Zusammensetzung des Gemeinderats von Schüpfen im Vergleich zu 2004: SVP 2 (-1), SP 2 (wie bisher), BDP 2 (+2) und schüpfen plus 1 (-1).

In Oberhofen bereits sehr gut

Sehr gut hatte die BDP vor einer Woche bereits in Oberhofen abgeschnitten. Sie konnte drei von total sieben Sitzen für sich verbuchen, darunter jenen des Gemeindepräsidenten. Alle drei Gewählten hatten der Exekutive zuvor für die SVP angehört.

Die SVP ist nach diesem Wahlgang noch mit einem Sitz im Oberhofner Gemeinderat vertreten. Dieser ging zu Lasten der SP, die nur noch einen Sitz halten konnte. Die FDP hielt ihre beiden Sitze.

SDA/js

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