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Grünraum und Allee mit Sitzbänken bei geplanter «Automeile»

Neben der Arena Thun ist eine neue Gewerbe- und Wohnüberbauung geplant. Sollte diese realisiert werden, wird der Aussenbereich mit einer Baumallee und viel Grünraum gestaltet.

Bäume und viel Grünfläche für die geplante Überbauung an der Thuner Weststrasse.
Bäume und viel Grünfläche für die geplante Überbauung an der Thuner Weststrasse.
zvg/Stadt Thun

Wird die Überbauung an der Thuner Weststrasse wie vorgesehen realisiert, dann soll die Umgebung durch eine Baumallee mit Sitzbänken und Grünraum geprägt werden. Dies zumindest sieht das Siegerprojekt eines Wettbewerbs für die Aussenraumgestaltung vor.

Noch ist nicht sicher, ob die Thunerinnen und Thuner die geplante Gewerbe- und Wohnüberbauung in der Nähe des neuen Stadions tatsächlich auch wollen. Gegen das Vorhaben wurde erfolgreich das Referendum ergriffen. Im kommenden Februar werden die Stimmberechtigten an der Urne entscheiden.

Unabhängig von den politischen Entscheiden haben die Investoren und die Stadt Thun einen Wettbewerb für die Aussenraumgestaltung lanciert. Dazu wurden fünf Landschaftsarchitekten-Teams eingeladen, wie die Stadt Thun am Montag mitteilte. Das von einer Jury bestimmte Siegerprojekt stammt vom Team David Bosshard Landschaftsarchitekten AG und Emch Berger AG.

Vorgeschlagen wird eine Baumallee mit Sitzbänken südlich der geplanten Neuüberbauung. Sie bildet den Übergang zu einer Grünfläche, die nicht primär als Aufenthaltsort, dafür als Sicht- und Lärmfilter sowie als ökologische Ausgleichsfläche dient. Am Ostende des Parks soll sich die Promenade zu einem Platz aufweiten, von dem Sitzstufen in die Grünfläche hinunterführen.

Angst vor neuer «Automeile»

Die geplante Überbauung ist in der Bevölkerung nicht überall auf Zustimmung gestossen, wie das erfolgreiche Referendum zeigt. Es richtet sich gegen die Zonenplanänderung, die der Stadtrat Ende Oktober verabschiedet hatte. Die Stadt Thun möchte Investoren ermöglichen, auf dem 60'000 Quadratmeter grossen Areal gegenüber dem Fussballstadion eine Gewerbeüberbauung zu realisieren.

Geplant ist nebst Räumen für Gewerbe, Dienstleistungen und Wohnungen auch eine «Automeile» mit verschiedenen Autohäusern, die sich heute in Seenähe befinden. «Ein Umzug dieser Autohäuser kann die Stadt aber weder erzwingen noch garantieren», betonen die Referendumsführer.

Sie befürchten vielmehr, dass an der Weststrasse eine zusätzliche Automeile entstehen wird. Mit dem Referendum wehren sie sich zudem gegen den ihrer Ansicht nach zu tiefen Verkaufspreis des Landes.

Das Referendum richte sich aber nicht grundsätzlich gegen eine Zonenplanänderung im Gebiet Weststrasse Süd, betont das Komitee. Ein Nein der Stimmberechtigten am 9. Februar 2014 wäre vielmehr als Zeichen zu werten, «ein ausgewogeneres, bescheideneres und den Bedürfnissen Thuns besser entsprechendes Projekt zu erarbeiten».

SDA/tag

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