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Herzstück des Bernmobil-Liniennetzes muss saniert werden

Das Weichendreieck beim Zytglogge muss im kommenden Sommer ersetzt werden. Gleichzeitig mit der Gleisanlage werden auch die Werkleitungen saniert. Die Bauarbeiten sollen Anfang Juli beginnen und werden bis Anfang September dauern.

Hohe Frequenz: Durchschnittlich alle 100 Sekunden fährt ein Tram pro Richtung über das Herzstück.
Hohe Frequenz: Durchschnittlich alle 100 Sekunden fährt ein Tram pro Richtung über das Herzstück.
Urs Lindt

Die 1995 letztmals sanierte Gleisanlage auf der Kreuzung Marktgasse/Theaterplatz/ Kornhausplatz ist am Ende ihrer Lebensdauer angelangt. Die Marktgasse kann indessen frühestens im Sommer 2013 saniert werden. Die Sanierung des Weichendreiecks Zytglogge wird deshalb als Teilprojekt vorgezogen und im kommenden Sommer realisiert, wie die Stadt Bern mitteilt. So könne gewährleistet werden, dass der Trambetrieb an diesem wichtigen Knoten des öffentlichen Verkehrs weiterhin reibungslos funktionieren kann.

Herzstück des Tramnetzes

Die Weichenanlage vor dem Zytglogge ist gleichsam das Herzstück des Bernmobil-Liniennetzes: Alle Durchmesser-Tramlinien (Nummern 6, 7, 8 und 9) fahren über diese Kreuzung. Seit der Erneuerung der Weichen in den Jahren 1995 und 1997 hat deren Belastung durch die Anschaffung neuer Trams (Combino 2002 / Combino Tram XL 2009) und durch die Einführung der zusätzlichen Linie 6 laufend weiter zugenommen.

Bedingt durch die hohe Verkehrsfrequenz – durchschnittlich fährt alle 100 Sekunden ein Tram pro Richtung – und wegen der engen Radien ist die Lebensdauer der Gleisanlage in diesem Bereich auf rund 15 Jahre beschränkt. Heute befindet sich die Gleisanlage in einem kritischen Zustand. Es besteht das Risiko von Schienenbrüchen, schwerem Weichenversagen oder gar irreparablen Weichenbrüchen mit Einstellung des Tramverkehrs. Die Betriebssicherheit ist angesichts dieser Risiken gefährdet, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

Werkleitungen werden ebenfalls saniert

Gleichzeitig mit der Gleisanlage werden auch Werkleitungen saniert. Die ungünstige Lage und das Alter der Leitungen erfordern laut Mitteilung tiefere Eingriffe in den Untergrund. So könne sichergestellt werden, dass bei künftigen Sanierungen der Gleisanlage keine Anpassungen im Untergrund mehr erforderlich sein werden und sich die Bauarbeiten dereinst auf das Ersetzen des Gleistrogs beschränken lassen.

Intensivbauphase ab 11. Juli 2011

Während der Intensivbauphase, welche vom 11. Juli bis voraussichtlich 4. September dauern wird, ist der Betrieb der Tramlinien 7 (Ostring), 8 (Saali) und 9 (Guisanplatz) östlich des Bahnhofs unterbrochen. Stattdessen werden Busse eingesetzt. Die Linie 6 (Worb) wird weiterhin mit dem Tram bis zum Casinoplatz geführt.

Für die Ausführung des Projekts haben sich die Stadt Bern, Bernmobil und Energie Wasser Bern zu einer Bauherrengemeinschaft zusammengeschlossen. Die Federführung liegt beim Tiefbauamt der Stadt Bern. Für den Kostenanteil der Stadt Bern wird dem Stadtrat ein Kredit von 1,85 Millionen Franken beantragt; darin enthalten ist der Projektierungskredit von 835'000 Franken, den das Parlament am 21. Oktober 2010 für die Gesamtsanierung Marktgasse bewilligt hat.

(pd)

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