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Heute werden Liebe und Freundschaft gefeiert

Heute herrscht im Blumenatelier von Annemarie Bergmann in Ittigen Hochbetrieb. Zu den Themen Liebe, Freundschaft und Frühling wurden Sträusse und Gestecke vorbereitet.

Annemarie Bergmann und Sohn Cyril ­gestalten gemeinsam einen Strauss zum Valentinstag.
Annemarie Bergmann und Sohn Cyril ­gestalten gemeinsam einen Strauss zum Valentinstag.
Beat Mathys

Die roten Herzen, die an einem Busch vor dem Blumenatelier Bergmann in Ittigen baumeln, leuchten schon von weitem. Drinnen warten herzförmige Gestecke aus Schleierkraut, Tulpen und Ranunkeln, denn der Valentinstag ist für Annemarie Bergmann nicht nur der Tag der Liebe und Freundschaft, sondern auch eine Art Frühlingsbeginn.

«Mitte Februar hört man schon die Vögel singen, Schneeglöckchen spriessen in den Gärten, und man merkt, der Frühling ist nicht mehr weit», sagt die 51-jährige Gärtnerin und Floristin aus Bolligen. Am Montag stand sie eine Stunde früher auf als sonst, um an der Blumenbörse in Bern Blumen zu holen. Sie wusste: Vor dem Valentinstag herrscht dort grosser Andrang. «Es einer der kundenreichsten Tage, und wir wollen das Schönste zeigen.»

Eigene Blumenkulturen

Das Blumenatelier Bergmann in Ittigen existiert seit zwanzig Jahren. Viele Pflanzen, die dort benötigt werden, wachsen in der ­familieneigenen Gärtnerei in Bolligen: weisse Callas, Schneeglöckchen, Primeln, Grünes und demnächst auch Tulpen. Da der Winter in der Schweiz etwas länger dauert, werden Frühlingsblumen derzeit noch vorwiegend aus Italien importiert. Dies geschieht nicht einfach über anonyme Geschäftsbeziehungen: «Wir pflegen einen engen Kontakt mit einem Produzenten in San Remo, wir kennen uns und besuchen einander regelmässig.»

Annemarie Bergmann und ihr Ehemann René haben die Gärtnerei in Bolligen von seinen Eltern übernommen. Mutter Hanni Bergmann arbeitet im Betrieb mit, und der Nachwuchs steht ­bereits in den Startlöchern. Sohn Cyril (21) ist Florist. Derzeit ist er der einzige Mann im siebenköpfigen Blumenatelier-Team.

Ein Herz mit roten Rosen symbolisiert die grosse Liebe.
Ein Herz mit roten Rosen symbolisiert die grosse Liebe.

Gerade «baut» er einen sehr speziellen Valentinsstrauss: Zwischen eine selbst gebaute Konstruktion aus Ästen steckt er Blumen in verschiedenen Rottönen. Seine Mutter rät, den Strauss mit etwas ­helleren Tönen aufzulockern, die beiden beraten sich, probieren aus, und zum Schluss hält der ­junge Mann das Werk in den ­Händen.

«Ich mache gern technisch etwas anspruchsvollere Sachen und kombiniere gern Blumen mit Holz», sagt Cyril Bergmann. Schon in der Ausbildung – er war der einzige Florist in der Klasse – habe sich gezeigt, dass Männer Sträusse anders gestalten. Damit ergibt sich im Laden eine breitere Auswahl. «Das schätzen auch die Kunden», sagt Annemarie Bergmann.

Für Frischverliebte

Wer meint, der Valentinstag sei nur erfunden worden, um die Geschäfte anzukurbeln, liegt falsch. Valentin hat wirklich gelebt, der Feiertag für Liebe und Freundschaft Mitte Februar wurde schon vor fast 2000 Jahren eingeführt. Auch für Annemarie Bergmann ist klar, an diesem Tag steht die Liebe im Mittelpunkt. Der grösste Teil der Kunden, die am Valentinstag Blumen kaufen, ­seien frisch verliebte, eher jün­gere Menschen. «Leute, denen bewusst ist, dass Liebe gepflegt werden muss», sagt die Floristin.

Zu ebendieser Liebes- und Beziehungspflege biete der Valentinstag Anlass, deshalb auch die vielen Herzen im Blumenatelier: geflochten aus Weidenruten, geschnitzt aus Holz, aus Blech gestanzt und gesteckt aus Blumen. Diese stehen wie immer im Mittelpunkt des Blumenateliers, heute ganz bestimmt auch bei der Kundschaft.

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