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«Hier finde ich meine innere Ruhe»

Martin Scheidegger aus Ittigen hat seinen Garten in japanischem Stil gestaltet. Dieser Platz ist für ihn nicht zuletzt ein «Ort der Meditation».

Mittendrin: Martin Scheidegger geniesst die Atmosphäre in seinem Garten, der in japanischem Stil angelegt ist.
Mittendrin: Martin Scheidegger geniesst die Atmosphäre in seinem Garten, der in japanischem Stil angelegt ist.
Bilder Christian Pfander
Eine Kalmia im japanischen Garten von Martin Scheidegger.
Eine Kalmia im japanischen Garten von Martin Scheidegger.
Bilder Christian Pfander
Eine Ismene im japanischen Garten von Martin Scheidegger.
Eine Ismene im japanischen Garten von Martin Scheidegger.
Bilder Christian Pfander
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Nein, Gartenzwerge sucht man hier vergebens. Es herrscht auch kein wildes Durcheinander von Sträuchern und Blumen. An diesem Ort wirkt alles strukturiert, durchdacht, geordnet. Und trotzdem – oder eben gerade deshalb – sehr einladend.

Nun, wir befinden uns in einem stattlichen Garten, der sich an ­japanischer Gestaltungs- und Lebensphilosophie orientiert. Allerdings nicht im fernen Asien, sondern in der Berner Vororts­gemeinde Ittigen. Direkt beim Wohnort des Ehepaars Martin und Katharina Scheidegger.

Einer Anlage mit einem Bächlein, vier kleinen Teichen, einem Sitzplatz, einer Steinlandschaft. Einem Trockenbereich mit säuberlich gerechtem Kies. Einem japanischen Granitbrunnen (Zeni-Gata Tsukubai) und einer hohen Leuchte aus Stein. Mit ­verschiedensten Pflanzen wie Bambus, Japanischem Schneeball, Japanischem Fächerahorn, Japanischer Lavendelheide, Kalmia, Ismene und so weiter.

«Seelenlandschaft»

Ja, in diesem Garten gibt es viel zu entdecken und zu bestaunen. Manch Ungewöhnliches, manch exotisch Anmutendes.

«Der Garten ist eine Art Seelenlandschaft. Ein Ort der Meditation, in dem ich auch meine innere Ruhe finde», sinniert Martin Scheidegger.

Der 67-Jährige hat ihn geplant und besorgt den Unterhalt. «Angelegt hat ihn allerdings ein Freund, der eine Gartenbaufirma besitzt. Ich hatte die genauen Vorstellungen und Wünsche – und er das Wissen zur Umsetzung», erklärt er.

Weit gereister Theologe

Doch warum ausgerechnet ein japanischer Garten? «Durch meine Tätigkeiten habe ich mich vertieft mit anderen Religionen, Glaubensgemeinschaften und Lebensphilosophien auseinandergesetzt», beginnt der pensionierte Theologe, Gestalttherapeut und langjährige Leiter einer ökumenischen Beratungsstelle zu erzählen. «Das führte zu Reisen nach Südkorea, China und ­Japan, wo ich die östlichen Traditionen kennen und schätzen lernte.» Und: «Die spezielle japanische Gartenkunst hat es mir schon früh angetan.»

Er sitzt auf einem Stein, hört dem Plätschern des Wassers zu, betrachtet die üppige Pflanzenwelt. Martin Scheidegger scheint im Einklang zu sein mit sich und der Natur. Mitten in seinem wunderschönen japanischen Garten.

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