Hitze, Hutgeld und riesengrosse Babys

Bern

Zwei Golden Girls, eine wilde Karnevalstruppe und kegelnde Clowns: Während dreier Tage brachte das Buskers-Festival die Welt nach Bern. Insgesamt 75'000 Besucher feierten trotz Hitze mit.

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Die Auswahl war enorm: Erst zu den Jongleuren? Auf den Münsterplatz nach Scharlatown, wo Heilung für alle Leiden versprochen wurde? Oder doch der Street Comedy aus England den Vorrang geben?

Letztere gehörten zu den Perlen der 12. Buskers-Ausgabe. Was das Duo Garaghty&Thom in den Gassen Berns veranstaltete, war so eigensinnig wie grossartig.

Ihre Mischung aus Jonglage und Comedy, ihr Sinn für Timing und die Fähigkeit, spontan auf das Publikum zu reagieren, bescherten den beiden Engländern stets volle Gassen und üppiges Hutgeld.

Einen wilden musikalischen Ritt veranstaltete die Truppe von Attentat Fanfare. Die Balkan-Brass-Folk-Band aus Frankreich liess es scheppern und krachen, rumpeln und schunkeln. Da verschüttete manch ein Besucher vor lauter Tanzen sein lauwarmes Bier.

Frische Volksmusik

Tanzen und schunkeln konnte man auch bei den Geschwistern Küng. Das Appenzeller Familienensemble zeigte, wie frisch Schweizer Volksmusik klingen kann, und bildete eine schöne Ausnahme im Musikprogramm.

Ausnahmeerscheinungen sind auch die beiden «Golden Girls» Eclecta Forever aus Zürich. Mit lautmalerischen Gruselgeschichten, goldenen und pinkfarbenen Leggings und verschrobenem Jazz-Pop heimsten sie ebenso viele Kopfschüttler wie bewundernde Blicke ein.

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