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«Holz ist warm, schön und extrem vielseitig»

Element auf Element, Akkuschrauber neben Akkuschrauber. Der angehende Zimmermann Benjamin Schneider misst sich an den Swiss Skills mit seinem Berufskollegen.

Der angehende Zimmermann Benjamin Schneider baut Holzelemente zusammen.
Der angehende Zimmermann Benjamin Schneider baut Holzelemente zusammen.
Salome Studer
Die verschiedenen Teile hat er mit einer Säge zugeschnitten.
Die verschiedenen Teile hat er mit einer Säge zugeschnitten.
Salome Studer
Mit ruhigen Händen setzt er die Elemente aufeinander, markiert Linien mit Bleistift und misst die Länge der Abstände.
Mit ruhigen Händen setzt er die Elemente aufeinander, markiert Linien mit Bleistift und misst die Länge der Abstände.
Salome Studer
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In der Halle 4 des Bernxepo-Areals riecht es nach Holz. Dutzende Zuschauer säumen die Banden. Konzentriert baut Benjamin Schneider an seinem Konstrukt, der Spitze eines Zeltdachs. Sie ist mit feinen Bleistift-Linien gekennzeichnet.

«Nachdem wir in einem ersten Schritt das Modell anhand der Pläne auf dem Boden gezeichnet haben, markierten wir die Linien direkt auf dem Holz», erklärt Benjamin Schneider, der sich im vierten Lehrjahr zum Zimmermann befindet. Danach habe er das Holz unter anderem mit einer Säge zugeschnitten. «Nun baue ich die verschiedenen Elemente zusammen», erklärt der 19-jährige Belper, der in einem Grossbetrieb in Ostermundigen arbeitet.

Mit ruhigen Bewegungen setzt er ein Element auf das andere. Prüft, ob die Kanten aufeinanderpassen und versucht dabei, grosse Abstände zu verhindern. Geschickt platziert er seine Hände auf den Holzstücken und übt mit seinen kräftigen Armen Druck auf das Objekt aus. «Die Holzteile sollten eng aneinander liegen», begründet der angehende Zimmermann seine Vorgehensweise.

Jeder Handgriff sitzt

Benjamin Schneider kniet auf dem staubigen Boden. Vor ihm liegen Pläne und drei blaue Akkuschrauber. Daneben die dazugehörigen Aufsätze und Schrauben. Sein Arbeitsplatz ist gut aufgeräumt, nur unter der Werkbank liegen einige Späne vom Wettkampf am Vormittag.

Er habe bereits in seiner Kindheit oft mit Holz gearbeitet. «Es ist ein Material, das mir sehr gut gefällt. Holz ist warm, schön und extrem vielseitig.» Der Berner bohrt ein Loch ins Holz. Damit die Schraube bündig zur Materialoberfläche abschliesst, wechselt er den Aufsatz und bohrt eine grössere Einbuchtung in die oberen Schichten.

Dann setzt er die Schraube auf das Werkzeug und drückt mit seinen Zeigefinger auf den Knopf. Innert Bruchteilen von Sekunden verschwindet die Schraube im hellen Holz. Gründlich betrachtet er das Ergebnis, stemmt erneut sein Gewicht auf das Element und steckt zur Kontrolle seinen Kopf in die Dachspitze.

Der junge Mann beisst sich auf die Lippe und murmelt etwas zu sich selbst. Er scheint nicht zufrieden zu sein und entfernt die Schraube. Er holt Luft und pustet ins Loch. Dann setzt er erneut zum Bohren an. Diesmal – es scheint – mit mehr Erfolg. Der Handwerker greift zum Massstab, misst die Abstände zwischen den einzelnen Verstrebungen. Und nickt.

Er ist umgeben von Berufskollegen. Während Benjamin Schneider bereits den Boden wischt, bauen andere noch immer konzentriert Elemente zusammen. Der Belper ist zehn Minuten zu früh fertig. Er lächelt erleichtert und scheint zufrieden mit dem Resultat.

Die Spitze sei ihm nicht optimal gelungen. Doch alles könne nicht perfekt sein. «Die Berufsmeisterschaften sind eine gute Vorbereitung für die Lehrabschlussprüfung nächsten Sommer.» So habe sich die Teilnahme für ihn allemal gelohnt.

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