Zum Hauptinhalt springen

Im Gassacker kommt Tempo 30

Das Berner Verwaltungsgericht hat eine Beschwerde gegen die geplante Tempo-30-Zone Gassacker in Wohlen abgewiesen.

Im Wohlener Quartier Gassacker dürfen auch heute die Autos mit 50 Stundenkilometern durchfahren. Seit Juni 2008 sollte das eigentlich anders sein: Damals beschloss der Wohlener Gemeinderat, auf der Gassackerstrasse, dem Schaufelgraben-, Birken- und Erlenweg eine Tempo-30-Zone einzuführen. Gegen das Projekt gingen vier Einsprachen ein, welche das Regierungsstatthalteramt allesamt ablehnte. Eine dieser Beschwerden wurde ans Verwaltungsgericht weitergezogen. Dieses hat in seinem Entscheid nun der Gemeinde Recht gegeben: Die Einführung der Tempo-30-Zone sei verhältnismässig auf diesen Strassen.

Das Verwaltungsgericht begründet sein Urteil damit, dass die Strassen in der Zone Gassacker kurvig und unübersichtlich seien. Zudem habe es viele Bäume und Sträucher, welche die Sicht zusätzlich behinderten. Die Beschwerdeführer verlangten, dass die üppige Vegetation auf die gesetzlichen Abstände zurückgestutzt würde. Diese Massnahme reiche ihrer Ansicht nach aus, um den Verkehr sicher genug zu machen. Das Gericht sieht jedoch keinen Zusammenhang zwischen der üppigen Vegetation und der Tempo-30-Zone: Falls die Pflanzen zu weit in die Strassen wüchsen, müsse die Gemeinde sie sowieso zurückschneiden. Die Kurven in den Strassen jedoch blieben auch in diesem Fall unübersichtlich. Zusätzlich gebe es in jüngerer Zeit auch wieder viele Familien mit kleinen Kindern im Gassacker-Quartier, welche die Strassen zum Spielen benützen. Diesen Umstand bestreiten die Beschwerdeführer nicht. Es ist ihrer Ansicht nach aber nichts Neues und deshalb kein Grund, die Höchstgeschwindigkeit zu reduzieren. Auch dieses Argument anerkennt das Verwaltungsgericht nicht.

Nach diesem Urteil steht der Signalisation für Tempo 30 in den vier Strassen nichts mehr im Weg – falls die abgeblitzten Beschwerdeführer den Entscheid nicht weiterziehen. Die Rekursfrist dauert noch bis Ende Monat.

BZ/ats

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch