Im Getümmel des Simmentalerhofs

Bern

Seit heute Freitag ist die BEA 2019 in vollem Gang. An der Eröffnungsfeier erzählten die Besucher, was sie mit der Messe verbindet.

  • loading indicator
Claudia Salzmann@C_L_A

Zur Eröffnung der BEA 2019 wurden drei Paare vorgestellt, die sich an der Berner Messe kennengelernt haben. Eines der Paare sind Daniela und Stefan Bürki. Sie haben sich an der Messe im Saloon kennengelernt, eine Woche später waren sie zusammen, zwei Monate später ging es in die Ferien und schon war Daniela schwanger.Auch der BSC Young Boys könnte das Paar zu Werbezwecken engagieren: Am 28. April 2018, als YB zum ersten Mal nach 32 Jahren Meister wurde, kam morgens um 10 Uhr ihr Sohn auf die Welt. «Ganz klar, dass Rouven YB-Fan werden wird», sagt der 37-jährige Vater. Die Mutter pflichtet ihm bei, auch sie ist YB-Anhängerin und bereits zum zweiten Mal schwanger.

Wer denkt, dass im Simmentalerhof immer die gleichen Köpfe zu sehen sind, täuscht sich. Unter den Gästen war auch Marc Dietrich (71), der besser bekannt als Cuco ist. 25 Jahre lang führte er die Fasnachtsbar an der BEA, die er nun an Jüngere abgegeben hat. «Ich freue mich, dass ich endlich wieder an einer Eröffnung dabei sein kann», sagt er.

Etwas angeschlagen wirkte Michael Kräuchi, Geschäftsleitungsmitglied der Tourismusorganisation Bern Welcome auszuzeichnen.Ihm wurde am Vorabend im Bierhübeli der Bierorden verliehen. Die Auszeichnung bekam der 46-Jährige, weil er Bern als Bierhauptstadt fördere. Nebst dem Orden gibt es auch Pflichten, beispielsweise dass man kein Bier verschwende. Das hat er wohl etwas gar erst genommen, denn er machte sich mit einer Gefolgschaft auf in die Altstadt, um den dortigen Bierbars die frohe Neuigkeit zu verkünden.

Bierselig ging es auch an den verschiedenen Bars zu und her, denn der Tag des Schweizer Biers wurde gefeiert. Bernard Fuhrer von der Brauerei Felsenau degustierte das frisch gebraute Frühlingsbier leider im Spitalbett. Er musste sich einer Diskushernien-Operation unterziehen, die gut ausging, wie er berichtet. Wenigstens habe ihm das Fernsehprogramm entsprochen: «Ich habe dem SCB zugeschaut, wie sie in Richtung Meister steuerten.» Das «Frübi», wie es abgekürzt auf der Etikette steht, wurde am gestern Nachmittag offiziell am eigenen BEA-Stand angezapft. Ein Blick auf die Etikette zeigt den Humor der Felsenau-Macher: Nebst zartrosanen Krischblüten sieht man auch zwei Vögelchen beim Balztanz.

Weniger dem Gerstensaft, sondern eher dem Wein zugeneigt ist Beatrice Imboden. Die 62-Jährige gibt nächste Woche ihren Posten als Präsidentin bei Hotellerie Bern und Mittelland ab. Ihr Rücktritt beschert ihr Freude, aber auch Leid. «Mir gefällt einfach der Zusammenhalt, den wir in dieser Stadt haben», sagt sie.

Die BEA schliesse den Graben zwischen Stadt und Land, hört man immer wieder. Das gefällt auch Verena Aebischer, die für die SVP im Grossen Rat sitzt. Vreneli vom Guggisberg, so nenne man sie, erzählt die Gemeindeschreiberin. Die BEA kennt sie aus verschiedenen Perspektiven: als Mithilfe am Stand der Jungzüchter, als Hostess in der Tracht oder als Politikerin am offiziellen Empfang. «Und natürlich als Besucherin bis spät abends», sagt Aebischer

Berner Zeitung

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt