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Insel stellt Natalie Urwyler frei

Obschon sie vor Gericht ihre Wiederanstellung erkämpft hat, wird die entlassene Ärztin Natalie Urwyler nicht mehr für das Inselspital arbeiten.

Natalie Urwyler ist erleichtert, dass das Urteil gegen die Insel nun rechtskräftig ist.
Natalie Urwyler ist erleichtert, dass das Urteil gegen die Insel nun rechtskräftig ist.
Nicole Philipp

Am Mittwoch hatte das Inselspital bekanntgegeben, dass es das vom Regionalgericht Bern-Mittelland sowie in zweiter Instanz vom Obergericht gefällte Urteil akzeptiert: Das Spital hatte die Narkose-Ärztin 2014 zu Unrecht entlassen und muss sie wieder anstellen.

Schon vor drei Wochen hatte diese Zeitung allerdings publik gemacht, dass das Inselspital erwägt, Urwyler nur formell wieder anzustellen, sie aber umgehend freizustellen und wohl später erneut zu entlassen. Aufgrund des jahrelangen juristischen Konflikts und des gerichtlich bestätigten "belasteten Vertrauensverhältnisses" ortet die Insel in der Wiederanstellung ein Risiko für die Patientensicherheit.

In seiner Mitteilung vom Mittwoch schrieb das Spital noch, die Wiederanstellung von Urwyler sei «stark erschwert». In Tat und Wahrheit hält die Insel sie für unmöglich: In einem Schreiben an Urwylers Anwalt Rolf P. Steinegger, das dieser heute öffentlich machte, stellt das Spital Natalie Urwyler per sofort «von der Arbeitspflicht frei».

In einem kurzen Antwortschreiben an das Inselspital schreibt Anwalt Steinegger, das "belastete Vertrauensverhältnis zwischen der Klinikleitung und Frau Urwyler" sei auf das Verhalten der Inselgruppe zurückzuführen, weshalb dieses nicht als Begründung für die Freistellung von Urwyler dienen könne.

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