Kanton zahlt weiter an Assistenzstellen in Hausarztpraxen

Der Kanton Bern wird sich weiterhin an den Kosten von Assistenzstellen in Hausarztpraxen beteiligen. Der Grosse Rat hat für ein Programm zur Förderung des Nachwuchses in Hausarztpraxen 1,5 Millionen Franken bewilligt.

Der Beitrag des Kantons an den Lohn der Assistenten wird von 1,25 auf 1,5 Millionen Franken erhöht.

Der Beitrag des Kantons an den Lohn der Assistenten wird von 1,25 auf 1,5 Millionen Franken erhöht.

(Bild: Keystone)

Das seit 2008 laufende Programm «Ärztliche Weiterbildung in Hausarztpraxen» wird somit um vier Jahre verlängert. Es wird mit der vom Grossen Rat am Mittwoch genehmigten Vorlage um 14 auf 35 Stellen aufgestockt. Der Kanton und auch die Lehrpraxen werden deshalb ab 2019 einen höheren Beitrag an den Lohn der Assistentinnen und Assistenten leisten.

Bis anhin beteiligte sich der Kanton mit knapp 1,25 Millionen Franken jährlich. Die Hausärztinnen und -ärzte werden künftig pro Stelle statt 2000 Franken 4500 Franken beisteuern.

Mit den höheren Beiträgen können auch die Dienstleistungen der Koordinationsstelle Biham finanziert werden. Diese ist die Drehscheibe des Programms und rekrutiert interessierte Ärzte und Ausbildungsstellen.

Die Assistenzstellen in den Hausarztpraxen sind nach Angaben des Kantons sehr beliebt. Die Nachfrage übersteigt regelmässig die Anzahl der zur Verfügung stehenden Plätze. Der Regierungsrat startete das Programm 2008 mit einem dreijährigen Modellversuch. Er will damit einen Beitrag zur Aufwertung der Hausarztmedizin leisten. Vor 2008 hatten Ärztinnen und Ärzte kaum Möglichkeiten, im Rahmen ihrer Weiterbildung den Alltag und die Tätigkeiten in einer Hausarztpraxis kennenzulernen.

jaw/sda

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