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Kirchenfeld und Bethlehem haben am meisten Kinder

Berns Nachwuchs erfordert in den kommenden Jahren mehr Schulklassen. Besonders Bethlehem und Kirchenfeld wachsen.

Bis ins Jahr 2016 nehmen in allen Stadtteilen Berns die Schülerzahlen zu. Berns Statistikdienste haben erstmals eine Schülerprognose erhoben, um die Entwicklung der Schülerzahlen in den Volksschulen in den nächsten sechs Jahren aufzuzeigen.

Besonders ins Auge stechen die Schulkreise Bethlehem und Kirchenfeld-Schosshalde mit einer prognostizierten Zunahme von je rund 16 Prozent. Das sind in beiden Kreisen jeweils über 200 Schülerinnen und Schüler. Der Schulkreis Breitenrain-Lorraine wächst gemäss diesen Berechnungen bis 2016 um 60 Kinder (+5,5 Prozent), Mattenhof-Weissenbühl um 80 (+6,7 Prozent) und Bümpliz um 90 (+10 Prozent). Die Schülerzahl im Schulkreis Länggasse-Felsenau steigt nach den Prognosen in den nächsten sechs Jahren um 18 Kinder (+1,9 Prozent).

Je 200 mehr in Ost und West

Hauptgrund für den grossen Anstieg in den Schulkreisen Bethlehem und Kirchenfeld-Schosshalde sind die entstehenden Überbauungen Brünnen und Schönberg Ost. In die neuen Wohnungen ziehen tendenziell Familien mit kleineren Kindern ein, die in den kommenden Jahren eingeschult werden. Von den 200 zusätzlichen Kindern in Bethlehem kommen gemäss den Prognosen 150 aus dem Neubauquartier Brünnen.

Im Schulkreis Kirchenfeld-Schosshalde erklären sich die Statistiker den Zuwachs durch eine generelle Verjüngung des Quartiers. Betagte und Einzelpersonen wurden abgelöst durch Familien und Alleinerziehende. Von der Zunahme um rund 230 Schulkindern gehen aber etwa 130 auf die Entstehung von neuen Überbauungen wie Schönberg Ost zurück.

Neue Schule nur in Brünnen

«Diese Erhebung ist für uns ein wichtiges Instrument», sagt Irene Hänsenberger, Leiterin Schulamt, zu diesen neusten Erkenntnissen. Die Zunahme von Schülerinnen und Schülern hat direkte Auswirkungen auf den Umfang von Schulraum und Lehrpersonal. «Besonders bei der Sanierung von Schulhäusern müssen wir umzudenken», so Hänsenberger. «Bisher orientierte sich die Sanierungsstrategie ausschliesslich nach der Werterhaltung. Neu muss die Nachfrage eine wichtigere Rolle spielen.» Ein neues Schulhaus ist nur für Brünnen in der Pipeline. Es soll 2013 eröffnet werden. Im Kirchenfeldquartier rechnet Hänsenberger damit, dass die zusätzlichen zehn, elf Klassen in den bestehenden Anlagen untergebracht werden können.

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