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Kirchenfeldbrücke wird wegen Rissen saniert

Die Tragkonstruktion der Kirchenfeldbrücke weist Risse auf. Um die Nutzungsdauer der Brücke um weitere 80 Jahre zu verlängern, soll deshalb die Brückenkonstruktion verstärkt werden.

Die Kirchenfeldbrücke weist Risse auf und soll deshalb saniert werden. Ursprünglich war die Brücke für Pferdefuhrwerke dimensioniert.
Die Kirchenfeldbrücke weist Risse auf und soll deshalb saniert werden. Ursprünglich war die Brücke für Pferdefuhrwerke dimensioniert.
Keystone

Die Kirchenfeldbrücke weist statische Schwachstellen auf. Konkret wurden Schäden in Form von Rissen festgestellt. Diese sind nicht auf Materialermüdung, sondern auf Überbeanspruchung zurückzuführen. Für den öffentlichen Verkehr beträgt die maximale Achslast 8,3 Tonnen.

Im Rahmen eines Sanierungsprojekts soll die Brückenkonstruktion verstärkt und damit die Gebrauchstauglichkeit der Kirchenfeldbrücke für die nächsten 80 Jahre sichergestellt werden. Im gleichen Zug sind Sanierungsarbeiten am Brückenoberbau geplant: Die Fugen und Abdichtungen sowie der Strassenbelag und die Entwässerungsanlagen werden erneuert. Dies teilte der Berner Gemeinderat am Freitagmorgen mit.

Die Gleisanlagen auf der Kirchenfeldbrücke wurden im Rahmen der letzten Gesamtsanierung 1988/1989 eingebaut und haben ihre Lebensdauer nun erreicht. Deshalb beabsichtigt Bernmobil, die Gleisanlagen im Rahmen der Brückensanierung zu ersetzen. Zudem soll geprüft werden, ob nach dem Vollzug der Verstärkungsmassnahmen die maximale Achslast für Tramzüge von heute 8,3 Tonnen erhöht werden kann. Bernmobil ist wegen der momentan gültigen maximalen Nutzlast gezwungen, speziell leichte Tramzüge zu beschaffen und einzusetzen.

Bauarbeiten starten voraussichtlich im Juli 2018

Der Gemeinderat beantragt dem Stadtrat für die Projektierung des gesamten Projekts Kirchenfeldbrücke einen Kredit von 600‘000 Franken. Dieser Betrag entspricht der Hälfte der gesamten Projektierungskosten, die andere Hälfte trägt Bernmobil. Die Auf-teilung ist lediglich provisorisch, der endgültige Kostenteiler wird im Rahmen der Pro-jektierung definitiv festgelegt.

Die Gesamtkosten für die Verstärkungs- und Sanierungsmassnahmen belaufen sich nach heutigem Kenntnisstand auf rund 6,2 Millionen Franken. Eine Kostenschätzung für den Gleisersatz liegt noch nicht vor. Stimmt der Stadtrat dem Projektierungs- und später dem Ausführungskredit zu, können die Bauarbeiten im Juli 2018 beginnen und im Frühling 2019 abgeschlossen werden.

Geschichte der Kirchenfeldbrücke

Die Kirchenfeldbrücke wurde 1883 eröffnet; sie war damals für Pferdefuhrwerke dimensioniert. Über die Jahrzehnte wurde die Brücke mehrmals verstärkt und den jeweiligen Verkehrsverhältnissen angepasst. Seit 1986 ist das Höchstgewicht für private Fahrzeuge, welche die Brücke passieren wollen, auf 10 Tonnen beschränkt.

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