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Klares Ja zur Kirchenfeld-Sanierung

Die Vorlage zur Sanierung und Erweiterung des Kirchenfeldschulhauses wurde von 71 Prozent angenommen. Das Projekt war lange unbestritten, wurde aber zuletzt heftig kritisiert.

Gemeinderätin Franziska Teuscher (GB) strahlte gestern übers ganze Gesicht: «Auf ein so klares Resultat hatte ich in den letzten Tagen nicht zu hoffen gewagt», sagte sie gestern Nachmittag vor den Medien im Erlacherhof. Mit rund 71 Prozent Ja-Stimmen hat das Berner Stimmvolk die Sanierung und Erweiterung des Kirchenfeldschulhauses deutlich angenommen. «Mit dem Ja zu dieser Vorlage können wir den benötigten zusätzlichen Schul- und Turnraum schaffen», freute sich die Bildungsdirektorin.Bis 2019 wird zusätzlicher Schulraum für drei weitere Klassen entstehen, und es werden zwei Turnhallen gebaut.

Gegenwind zum Abschluss

Das Projekt «Aarrasse» von De Geeter Architekten wurde über einen Projektwettbewerb unter Einbezug von Fachleuten, Behörden und der Quartiervertretung ausgewählt. Nachdem das Projekt zuerst ohne grössere Nebengeräusche Richtung Ziel – sprich Bau – gesteuert war, wehte ihm zuletzt ein heftiger Wind entgegen. Mit 46 Millionen Franken sei es viel zu teuer, wurde kritisiert. Ausserdem wurde etwa infrage gestellt, ob denn die Turnhalle wirklich unterirdisch gebaut werden müsse. Denn der unterirdische Bau koste unverhältnismässig viel Geld.

Zu den prominentesten Kritikern gehörten Stadtpräsidiumskandidat Alec von Graffenried (GFL) oder Bernhard Furrer, der ehemalige Denkmalpfleger der Stadt Bern. Selbst die RGM-Parteien waren sich der Sache auf einmal nicht mehr so sicher. Die SP hatte Stimmfreigabe beschlossen, die GFL war sogar gegen die Sanierung.

«Aufgrund der geltenden Baugesetze auf der Parzelle ist es nicht möglich, den notwendigen Schulraum oberirdisch zu bauen und gleichzeitig die bestehende Turnhalle zu erhalten», so Franziska Teuscher. Die strengen gesetzlichen Einschränkungen würden aber auch sicherstellen, dass dem Quartier kostbare Freiflächen erhalten blieben. «Ich war am Anfang auch misstrauisch, weil der Preis mit 46 Millionen Franken sehr hoch ist.» Doch letztlich hat das Projekt nicht nur die Bildungsdirektorin, sondern auch eine klare Mehrheit des Stimmvolks überzeugt.

Umzug in Provisorien

Die Bauarbeiten beginnen voraussichtlich im Mai 2017 und dauern rund zwei Jahre. So lange wird der Schulbetrieb im Schulhaus Kirchenfeld eingestellt und in zwei Provisorien ausgelagert. Die Basisstufen ziehen in das Kirchgemeindehaus Calvin an der Marienstrasse, die übrigen Klassen werden im Grossen Matteschulhaus einquartiert.«Gesamtsanierung und Erweiterung Volksschule Kirchenfeld: Baukredit»: 70,6 Prozent Ja (25 738 Stimmen); 29,4 Prozent Nein (10 734 Stimmen). Beteiligung: 47 Prozent.

rah/pd

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