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1500 Velofahrer traten fürs Klima in die Pedale

Am Samstagnachmittag fuhren Klimastreik-Aktivisten auf Velos durch Bern. Damit wollten sie auf den Verkehr als Mitursache für die Klimakrise aufmerksam machen.

fvg/flo/js
Im Kocherpark wurde auch gekocht: Es gab Randensalat und einen Gemüse-Bohnen-Eintopf.
Im Kocherpark wurde auch gekocht: Es gab Randensalat und einen Gemüse-Bohnen-Eintopf.
Flavia von Gunten
Die Velos wurden parkiert und die Teilnehmer versammelten sich im Kocherpark.
Die Velos wurden parkiert und die Teilnehmer versammelten sich im Kocherpark.
Flavia von Gunten
Vor dem Finma-Gebäude endete die Velotour durch die Stadt.
Vor dem Finma-Gebäude endete die Velotour durch die Stadt.
Flavia von Gunten
Ein kurzer Halt auf dem Bundesplatz.
Ein kurzer Halt auf dem Bundesplatz.
Flavia von Gunten
Auf der Kornhausbrücke zeigt sich die Grösse der Demo.
Auf der Kornhausbrücke zeigt sich die Grösse der Demo.
Flavia von Gunten
Der Velozug passiert die Lorrainebrücke und nimmt die Steigung Richtung Viktoriaplatz unter die Pedale.
Der Velozug passiert die Lorrainebrücke und nimmt die Steigung Richtung Viktoriaplatz unter die Pedale.
Flavia von Gunten
Um 14 Uhr fuhr der Velo-Tross los in Richtung Innenstadt.
Um 14 Uhr fuhr der Velo-Tross los in Richtung Innenstadt.
Flavia von Gunten
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Bei bestem Velowetter schwangen sich die Anhänger der Klimastreikbewegung am Samstagnachmittag in Bern in den Sattel.

Gegen 14 Uhr versammelten sie sich beim von-Roll-Areal an der Fabrikstrasse. Die Velos waren bunt geschmückt und mit Schildern versehen:«Autos sind sowas von 20. Jahrhundert» oder «In die Pedale treten statt sich im Stau verspäten».

Mit der Klimademo auf dem Velo wollten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf den Verkehr als Mitursache für die Klimakrise aufmerksam machen. Denn dieser sei laut Bundesamt für Umwelt für rund einen Drittel der Schweizer Treibhausgasemissionen verantwortlich.

Ohne Aufwand viel fürs Klima tun

Seit letztem Dezember geht die Klimajugend regelmässig auf die Strasse. Der letzte grosse nationale Streik fand am 6. April statt. Damals forderten die Organisatoren vor allem auch Familien und ältere Menschen zur Teilnahme auf.

Für die Velo-Demo blieb ein solcher Aufruf aus. Es waren dann auch vor allem junge Menschen, die mit ihren Velos durch Bern fuhren. Familien oder ältere Menschen waren nur vereinzelt zu sehen.

Eine der jungen Teilnehmerinnen war Saskia Rebsamen, Schülerin am Gymnasium Kirchenfeld. Sie meinte zum Thema Verkehr: «Im Bereich Mobilität kann jeder und jede ohne grossen Aufwand viel fürs Klima tun.» Im Raum Bern könne bereits heute auf ein eigenes Auto verzichtet werden. Damit dies aber flächendeckend geschehe, brauche es zusätzliche Velowege und günstigeren ÖV.

Workshops im Kocherpark

Die Organisatorinnen und Organisatoren der Velo-Demo informierten vor dem Start – begleitet von den Klängen unzähliger Veloklingeln – über Parolen und die Route. Dann ertönte der Befehl: «Mir fahre los!»

Rote Ampeln und Gegenverkehr wurden ignoriert, die Velofahrerinnen und Velofahrer nahmen beide Fahrspuren der Länggasse in Anspruch.

Die Route führte weiter am Bundeshaus vorbei. Vor dem Finma-Gebäude an der Laupenstrasse endete die Velotour durch die Stadt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer parkierten ihre Velos und versammelten sich anschliessend im Kocherpark. Dort gab es ein Picknick, begleitet von Musik und Workshops, die noch bis zum frühen Abend weitergehen. Die Themen dabei sind die Folgen des Klimawandels für Ökosysteme oder die Ökobilanzierung.

Rund 1500 Teilnehmer

Die Organisatoren schätzen, dass etwa 1500 Leute an der Velo-Demo teilgenommen haben. Etwas weniger sind geblieben für den zweiten Teil des Nachmittags im Kocherpark.

Die nächste regionale Klimademo ist für den 4. Mai in Ins geplant. Der Anlass finde bewusst auf dem Land statt, weil bisher alle Demos in Städten organisiert wurden. Am 24. Mai wird wieder auf der ganzen Welt gestreikt, auch in Bern.

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