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König Plutos letzte Stunden

Der erste Schritt zum Abbau des Gnomengartens in Schwarzenburg ist getan: König Pluto, die älteste Figur, ist am Freitag zerstört worden. Fünf von Jürg Ernsts Skulpturen werden im Dorf aufgestellt.

Gnomenvater Jürg Ernst (rechts) hört Dänu Brüggemann (oben) zu. König Pluto protestiert mit Rauch.
Gnomenvater Jürg Ernst (rechts) hört Dänu Brüggemann (oben) zu. König Pluto protestiert mit Rauch.
Andreas Blatter

Jürg Ernst sitzt auf dem Thron von Gartenkönig Pluto. Dieser hat wie immer sein Maul weit offen und zeigt seinen Goldzahn, nicht ahnend, dass sein letztes Stündchen bald geschlagen hat. Stolz trägt er seine begehbare Krone, ein Auge lacht, eines weint grosse Tränen aus Beton.

Sein Schöpfer, der 66-jährige Ernst, schaut ernst. Ist er traurig, dass seine älteste Skulptur bald nur noch in Trümmern liegen wird? «Nein», sagt der Bildhauer aus Schwarzenburg. «Ich habe mich lange auf diesen Moment vorbereitet.» Das Terrain, auf dem vor fünfzehn Jahren der Gnomengarten eröffnet wurde, war nur gemietet. Jürg Ernst wusste: Irgendeinmal kommt der Tag, an dem seine Skulpturen weichen müssen, denn das Land liegt in der Bauzone.

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