Zum Hauptinhalt springen

Kredit für Berner Innenstadtplätze

Der Bärenplatz und der Waisenhausplatz im Zentrum der Stadt Bern sollen umgestaltet werden. Der Stadtrat hat am Donnerstag einen Projektierungskredit von 250'000 Franken einstimmig genehmigt.

Wie soll der Waisenhausplatz der Zukunft aussehen? Die Stadt macht sich nun an die Planung.
Wie soll der Waisenhausplatz der Zukunft aussehen? Die Stadt macht sich nun an die Planung.
Beat Mathys

Sämtliche Fraktionen unterstützten den von Gemeinderat beantragten Kredit, mit dem die Umgestaltung des Bären- und des Waisenhausplatzes geplant wird. Ein Viertelmillion Franken soll die Projektierung kosten. Es sei höchste Zeit, das alte Anliegen endlich umzusetzen, waren sich Sprecherinnen und Sprecher von links bis rechts einig. Die Aufenthaltsqualität der beiden Plätze lasse zu wünschen übrig, zudem mache der bauliche Zustand eine Sanierung nötig.

1988 hatte das Volk die SVP-Initiative «I läbti gärn im Härz vo Bärn» angenommen. Diese verlangte ein Projekt für die Umgestaltung der beiden Plätze. 2001 beschloss der Gemeinderat aber, die rund 15 Millionen Franken teure Umgestaltung aus finanziellen Gründen zurückzustellen. Nur kleinere Sanierungen wurden seither vorgenommen.

Nach 27 Jahren gehts vorwärts

27 Jahre nach der Volksabstimmung holt der Gemeinderat nun das damalige Siegerprojekt eines Architektenwettbewerbs aus der Schublade, um es den heutigen Rahmenbedingungen anzupassen.

Der Stadtrat zeigte sich mit dem Vorgehen einverstanden. Plätze seien wichtige Visitenkarten einer Stadt und trügen zu Belebung und Begegnung bei, sagte Marieke Kruit (SP). Die Grünliberalen fanden es «speziell», ein so altes Projekt als Grundlage heranzuziehen. Doch man wolle ihm eine Chance geben, sagte Daniel Imthurn.

Für die SVP ist es wichtig, dass die Vorgaben der Initiative eingehalten werden. Dazu gehöre, die Zufahrten für Anlieferer zu erhalten, sagte Hans-Ulrich Gränicher. Ein Antrag der Kommissionsminderheit, die heutigen Verkehrsbeziehungen zu belassen, wurde jedoch vom Rat abgelehnt.

Mobile Bänke

Geprüft wird dafür, ob auf den Plätzen mobile Sitzgelegenheiten bereitgestellt werden könnten, wie in der Stadt Zürich auf dem Sechseläutenplatz. So sollen die Leute ohne Konsumzwang auf den Plätzen verweilen können. Diesen Antrag der vorberatenden Kommission hiess der Stadtrat gut.

Zudem soll die Umgestaltung politischen Kundgebungen und nichtkommerziellen Anlässen keine Steine in den Weg legen. Ein entsprechender Antrag der Linksaussen-Fraktion wurde ebenfalls angenommen.

Abstimmung für 2018 geplant

Gemeinderätin Ursula Wyss (SP) dankte dem Stadtrat für die breite Unterstützung. Berns Baudirektorin zeigte sich optimistisch, dass es nun nicht wieder ein Vierteljahrhundert dauere, bis die Sanierung umgesetzt werde. Nach dem Fahrplan des Gemeinderats sollen die Stimmberechtigten 2018 über das Bauprojekt abstimmen können.

SDA/mb

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch