Kredit für neue Kita im Kirchgemeindehaus

Bern

Für 4,8 Millionen Franken will die Stadt Bern die Gebäude der Kirchgemeinde Matthäus im Rossfeld sanieren und umnutzen.

Die Matthäuskirche fällt mit ihrer Architektur auf. Geht sie bald in den Besitz der Stadt Bern über?

Die Matthäuskirche fällt mit ihrer Architektur auf. Geht sie bald in den Besitz der Stadt Bern über?

(Bild: Beat Mathys)

Die Stadt Bern will das Gebäudeensemble der Kirchgemeinde Matthäus im Rossfeld im Baurecht erwerben, sanieren und künftig als Bildungs- und Betreuungseinrichtung nutzen. Die Stadtregierung hat zuhanden des Parlaments einen Kredit von 4,8 Millionen Franken verabschiedet.

Im Hinblick auf die geplante Wohnüberbauung an der Reichenbachstrasse soll in dem kirchlichen Gebäudeensemble eine Betreuungseinrichtung für Kinder entstehen. Dafür müssen die Gebäude umgebaut und saniert werden. So ist es unter anderem nötig, die Fassaden, Fenster und Dächer zu erneuern.

Nach dem Umbau sollen in den Gebäuden eine Bibliothek, eine Tagesschule, eine Kindertagesstätte und eine Basisstufenklasse untergebracht werden. Die Kirche selber wird der lokalen Kirchgemeinde weiterhin für diverse Anlässe wie Gottesdienste, Kultur und Kunst zur Verfügung stehen.

Urnengang in zwei Jahren

Das Volk wird voraussichtlich 2020 über den Baukredit befinden können. Die Bauarbeiten könnten im Falle einer Annahme im Jahr 2021 an die Hand genommen werden, wie der Stadtberner Gemeinderat am Donnerstag mitteilte.

Das Gebäudeensemble besteht aus Kirche, Sakristei sowie Gemeinde- und Pfarrhaus. 1,8 Millionen Franken hat der Gemeinderat für den Kauf geplant und 1,5 Millionen Franken für einen Verpflichtungskredit für den jährlich wiederkehrenden Baurechtszins von 60'000 Franken. Der Projektierungskredit beträgt weitere 1,5 Millionen Franken.

Nutzung soll öffentlich bleiben

Bereits 2014 beschloss die Gesamtkirchgemeinde Bern Liegenschaften, die sie nicht mehr braucht, rentabel zu bewirtschaften. Im gleichen Zeitraum zeichnete sich ab, dass die Stadt mehr Schulraum brauchen würde. Da lag es auf der Hand, dass Stadt und Kirche ins Gespräch kamen.

Quartierbewohner hatten zunächst befürchtet, dass die Kirche an private Unternehmer verkauft werden könnte. Rund 1680 Personen unterzeichneten eine Bittschrift, damit die Kirche weiterhin öffentlich genutzt werden kann.

Die Liegenschaft im Rossfeld wird seit September 2017 nicht mehr als Pfarrhaus genutzt.

mb/sda

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