Zum Hauptinhalt springen

Leiche von vermisstem Vater gefunden

Taucher haben am Dienstag den 46-jährigen Schweizer tot geborgen, der am Samstag gemeinsam mit seinem Sohn in seinem Auto von einer Flutwelle erfasst wurde und seither verschollen war.

Das Auto der Familie wurde gefunden. Die beiden Personen befanden sich nicht mehr darin.
Das Auto der Familie wurde gefunden. Die beiden Personen befanden sich nicht mehr darin.
zvg/Il Tirreno
Am Samstagabend wurde der Wagen von dem Bach mitgerissen.
Am Samstagabend wurde der Wagen von dem Bach mitgerissen.
Keystone
Am Montagmorgen wurde die Suche fortgesetzt.
Am Montagmorgen wurde die Suche fortgesetzt.
Keystone
1 / 7

Nachdem der Körper des vermissten 6-jährigen Berner Buben am Montagnachmittag in der Nähe der südtoskanischen Stadt Grosseto geborgen werden konnte, wurde nun auch die Leiche seines Vaters gefunden.

Wie die italienische Zeitung «La Nazione» und die Pressenagentur «Ansa» berichten, entdeckten die Einsatzkräfte den leblosen Körper des 45-Jährigen einen Kilometer vom Unglücksort entfernt in einem Kanal.

Massives Unwetter am Samstag

Rettungskräfte suchten seit Tagen nach dem Spuren des Mannes und des 6-jährigen Sohnes. Neben Tauchern der Feuerwehr waren unter anderem Suchhunde im Einsatz. Die Rettungskräfte mussten ein Netz aus Kanälen und Bächen in der südtoskanischen Maremma durchkämmen, die durch tagelange Regenfälle Hochwasser führten und teilweise die Ebene überflutet hatten.

Bereits am Montag waren Taucher auf die Leiche des Sohnes gestossen. Der Körper war fast acht Kilometer weit von den Fluten getragen worden. Die 43-jährige Mutter überlebte die Flutwelle durch Zufall: Sie war auf Aufforderung ihres Mannes aus dem Auto gestiegen, wenige Sekunden bevor der Wagen vom reissenden Wasser fortgerissen wurde.

Intensive Regenfälle

Die Flutwelle war Folge von intensiven Regenfällen. Bis zum Fund der beiden Toten am Dienstag gestaltete sich die Suchaktion wegen der hohen Wasserpegel und Schlammmassen als schwierig; das Dickicht an der Uferböschung behinderte die Rettungsarbeiten.

Das Unglück hatte sich nahe der Kleinstadt Massa Marittima. Die Familie aus Bern war Teil einer 20-köpfigen Gruppe von Triathleten, in der Region Ferien machten.

Reisegruppe bleibt zusammen

Der Berner Reiseveranstalter Hugo Rey begleitete am Dienstag die Mutter in die Leichenhalle in Grosseto. Er zeigte sich anschliessend in einem Gespräch mit der Berner Zeitung schockiert, wie die italienischen Meden ihr vor der Tür zur Leichenhalle aufgelauert hätten, während alle Betroffenen immer noch unter Schock stünden.

Tröstlich sei die Anteilnahme und Hilfsbereitschaft der Menschen in der Region, welche im Dom von Massa Marittima unzählige Kerzen angezündet hätten. Und beeindruckt zeigte Rey sich vom enormen Einsatz der Rettungskräfte und der lokalen Behörden. Die Reisegruppe von Triathleten, der die beiden Opfer angehörten, habe beschlossen, ihren Aufenthalt in der Toskana nicht abzubrechen, sondern zusammenzubleiben. Man wolle das tragische Ereignis jetzt miteinander verarbeiten.

SDA/tag, js, mhg

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch