Mein Name ist... Äsche

In der Rubrik «Mein Name ist ...» stellen wir jeden Tag ein Tier vor, das in oder an der Aare lebt.

Die Äsche ist ein geselliger Fisch – aber es gibt immer weniger von ihrer Art. Foto: iStock

Ich bin ein Sorgenkind. Von meiner Art gibt es immer weniger. Schuld daran sind verbaute Flüsse, Vögel die mich fressen, sowie die Klimaerwärmung. Misst die Wassertemperatur 20 Grad, werde ich träge, bei 25 Grad kann ich sterben. Aber ich will jetzt nicht Trübsal blasen. Ich bin lebensfroh und bekannt als geselliger Fisch. Gerne halte ich mich in der Nähe meiner Artgenossen auf. Etwa dann, wenn ich in der Aare darauf warte, dass meine Leibspeisen an mir vorbeiziehen. Dazu zählen Insektenlarven, Eintagsfliegen, Würmer oder Fischeier.

Mich erkennt man an meiner markanten Rückenflosse. Sie leuchtet besonders in der Laichzeit und bei den Männchen in Violett-, Rot- und Blautönen. Mein Rücken ist graublau, meine Flanken sind silbergrau und tragen schwarze Punkte. Wir Äschen laichen von März bis Mai. Dazu schwimmen wir an eine seichte Stelle mit kiesigem Grund. Meine 7000 stecknadelkopfgrossen Eier drücke ich in den Kies. Ein männlicher Artgenosse kommt dann vorbei und befruchtet sie.

Wir Äschen werden als Larven geboren und entwickeln uns dann weiter zu einem bis maximal 70 Zentimeter grossen Fisch. In dieser Zeit legen wir viele Flusskilometer zurück. Wir sind eben nicht nur gesellig, sondern auch reisefreudig. Und wir sind beliebt. Für uns wird viel getan. Fischerei- und Naturschutzverbände bemühen sich, bessere Lebensbedingungen für uns zu schaffen. So mache ich mir denn auch keine grossen Sorgen, dass es meine Art bald nicht mehr gibt.

fz

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