Mein Name ist… Barrenringelnatter

In der Rubrik «Mein Name ist…» stellen wir jeden Tag ein Tier vor, das in oder an der Aare lebt.

Ungiftig, dafür eine gute Schwimmerin: Die Barrenringelnatter.

Ungiftig, dafür eine gute Schwimmerin: Die Barrenringelnatter.

Sheila Matti

Im Gegensatz zu der aggressiven Aspisviper und der hinterhältigen Kreuzotter bin ich, die Barrenringelnatter, ganz harmlos. Ich beisse zwar beim Jagen auch gern zu, giftig bin ich aber nicht. Für euch Menschen bin ich also kaum gefährlich. Und dies, obwohl ich um einiges länger bin als die anderen in der Schweiz heimischen Schlangen. Von Schwanz bis Kopf messe ich maximal einen Meter – Männchen werden sogar bis zu 1,4 Meter lang. Zum Vergleich: Die Aspisviper wird nur etwa 70 Zentimeter lang.

Auch sonst unterscheide ich mich von meinen giftigen Kollegen: Während diese gern auf dem Trockenen liegen, bin ich eine exzellente Schwimmerin. Jagt mich etwa ein Fuchs oder eine Katze, flüchte ich gern ins Wasser. Deshalb halte ich mich auch fast ausschliesslich an Tümpeln, Seen oder Fliessgewässern auf wie etwa der Aare. Auch mein Essen mag es feucht: Ich ernähre mich hauptsächlich von Fischen und Fröschen, ab und zu vielleicht auch einmal von einer Maus.

Entlang des Wassers finde ich zudem auch, was ich für meine Jungen brauche: alte, umgefallene, leicht modrige Baum­­stämme. Sie bieten die per­fekten Bedingungen, damit mein Nachwuchs schlüpfen kann. Nach einem kurzen Techtelmechtel mit einem Männchen lege ich bis zu dreissig Eier in den Stamm ab. Mit der richtigen Temperatur schlüpfen die Kleinen dann sechzig Tage später, mitten im Hochsommer. Vielleicht entdeckt ihr mich oder meine Jungen ja sogar bei eurem nächsten Aare­­schwumm?

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