Mein Name ist...Mandarinente

In der Rubrik «Mein Name ist...» stellen wir jeden Tag ein Tier vor, das in oder an der Aare lebt.

Mandarinenenten gelten in China als Symbol für eheliche Treue.

Mandarinenenten gelten in China als Symbol für eheliche Treue.

(Bild: iStock)

Sandra Rutschi

Schau mich an – bin ich nicht wunderschön? Blau, orange und weiss glänzen meine Federn, dazu bin ich putzige 45 Zentimeter lang. Mein Prachtkleid gefällt euch Menschen, ich weiss es haargenau. Denn das ist der Grund, weshalb wir Mandarinenten überhaupt hier in Europa sind. Eure Vorfahren haben meine Vorfahren im 18. Jahrhundert aus Ostasien hierher gebracht und vor allem in Pärken gehalten.

Von dort sind meine Ahnen immer wieder ausgebüxt – und deshalb brüten ich und meine Partnerin jetzt auch an der Aare. Sie sieht mit ihrem grau-braunen Federkleid und dem weissen Augenring übrigens viel unauffälliger aus als ich.

Gern hab ich sie trotzdem. Wir Mandarinenten leben mindestens eine Saison und oft mehrere Jahre monogam zusammen. Deshalb gelten wir in China auch als Symbol für eheliche Treue. Übrigens gleiche ich in meinem Schlicht- oder Ruhekleid von Mitte Mai bis Ende August meiner Partnerin.

Besonders gerne lebe ich an Seen, Flüssen und in Feuchtgebieten, aber auch in Siedlungen, und gerade in der Nähe von Zoos finde ich Unterschlupf, wenn meine Ahnen von dort ausgebrochen sind. Ich mag es, wenn es rund um mein Zuhause Bäume mit Ästen hat, die ins Wasser hängen. Mit meinen spitzen Krallen kann ich mich gut an den Zweigen festhalten. Wir brüten in Baumhöhlen, manchmal auch in Nistkästen.

Mittlerweile gibt es übrigens fast mehr Pärchen von uns in Europa als in Asien. Dort finden wir immer weniger Lebensraum.

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