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Mieter können im Dezember einziehen

Vor einem Jahr brannte das Morell-Haus in der Berner Altstadt. Ein Brandschutzmelder soll verhindern, dass sich dies wiederholt.

Das Morell-Haus wird statisch abgestützt. Gut zu sehen: Die geretteten Deckenmalereien im Obergeschoss.
Das Morell-Haus wird statisch abgestützt. Gut zu sehen: Die geretteten Deckenmalereien im Obergeschoss.
Adrian Moser
Ein Restaurator untersucht die historischen Malereien noch, um den genauen Schaden festzustellen.
Ein Restaurator untersucht die historischen Malereien noch, um den genauen Schaden festzustellen.
Adrian Moser
Nach dem sich die Flammen gelegt hatten, kam das Ausmass des Brandes hervor. Der komplette Dachstock ist ausgebrannt.
Nach dem sich die Flammen gelegt hatten, kam das Ausmass des Brandes hervor. Der komplette Dachstock ist ausgebrannt.
Raphael Moser
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Vor rund einem Jahr zeigte sich, wie rasch ein Altstadthaus in Brand geraten kann. Am Abend des 9. Juli wurde beim Morell-Haus an der Postgasse 14 der komplette Dachstock durch einen Brand zerstört. Ein technischer Defekt an einer Elektroinstallation im Dachgeschoss löste das Feuer aus. Das war der Stadt Bern als Besitzerin eine Lehre: Bei der Sanierung ist vorgesehen, das Rauchwarnsystem von Casa Segura zu installieren. Die Kosten dafür betragen rund 15'000 Franken.

Wandtäfelungen getrocknet

Der Brand entstand während Renovationsarbeiten. Die Bauarbeiten wurden durch den Brand um acht Monate zurückgeworfen, wie Dagmar Boss, Stabschefin bei Immobilien Stadt Bern, auf Anfrage sagt. Die wertvollen Wandtäfelungen wurden nach dem Brand ausgebaut und getrocknet. Die Bauarbeiter werden sie nun wieder einbauen und in die neuen Wohnungen integrieren. Auch die bedeutenden Deckenmalereien konnten nach dem Brand gerettet, aufgefrischt und in die Wohnungen integriert werden, wie Dagmar Boss sagt.

«Die Bauarbeiten am Morell-Haus wurden durch den Brand um acht Monate zurückgeworfen.»

Dagmar Boss, Stabschefin bei Immobilien Stadt Bern

Die Wohnungen werden im Dezember bezugsbereit sein. Es werden insgesamt sieben Zweizimmer- und Dreizimmerwohnungen entstehen. Das Erdgeschoss wird als Büro- oder Geschäftsfläche angeboten. Die kleinste 2-Zimmerwohnung wird netto unter 1000 Franken kosten, die grösste 3-Zimmerwohnung mit 96 Quadratmetern Hauptnutzfläche knapp 1800 Franken. Die Stadt will «im Spätsommer mit den Vermietungsaktivitäten» beginnen, wie Dagmar Boss weiter ausführt. Interessenten, die sich bereits gemeldet haben, werden nicht bevorzugt behandelt, jedoch auf die offizielle Ausschreibung der Wohnungen aufmerksam gemacht.

Das Patrizierhaus an der Postgasse 14 ist seit 1861 im Besitz der Stadt Bern. Seit dem Erwerb durch die Stadt diente das Gebäude verschiedenen öffentlichen Nutzungen. Zuletzt war hier das Ratssekretariat des Stadtparlaments untergebracht. Nach dessen Umzug an die Predigergasse hat der städtische Fonds für Boden- und Wohnbaupolitik entschieden, das Haus umzunutzen und einer Gesamtsanierung zu unterziehen.

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