Monbijoustrasse wird für zwei Jahre zur Baustelle

Bern

Für die 30 Millionen Franken teure Sanierung in der Monbijoustrasse müssen Parkplätze und Bäume weichen.

Weniger Bäume und Parkplätze, dafür mehr Sicherheit: Bei der Haltestelle Wander bleibt kaum etwas beim Alten. Foto: Raphael Moser

Weniger Bäume und Parkplätze, dafür mehr Sicherheit: Bei der Haltestelle Wander bleibt kaum etwas beim Alten. Foto: Raphael Moser

Benjamin Bitoun

Neue Tramhaltestelle, neue Gleise und mehr Platz für Velofahrer: Geht es nach dem Willen der Stadt Bern, dann wird die sanierungsbedürftige Monbijoustrasse 2020 und 2021 nicht nur erneuert, sondern erhält gleich ein neues Gesicht verpasst. Der Grund: Nebst der Tatsache, dass die Tramgleise auf einem Teil der Strasse das Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben und ersetzt werden müssen, hat die Stadt Mängel bei der Sicherheit ausgemacht, wie der Berner Gemeinderat in einer Mitteilung schreibt.

Bei der Haltestelle Wander sei heute der Strassenraum ziemlich eng. Der teilweise geringe Abstand zwischen parkierten Autos und Schienen gefährde die Velofahrer. Zur Erhöhung der Sicherheit sind beidseitig Velostreifen mit einer Breite von 1,50 Meter geplant. Zudem ist an der Kreuzung Monbijoustrasse und Seftigenstrasse stadteinwärts eine Veloweiche vorgesehen; durch eine Verkehrsinsel werden Velofahrer vor abbiegendem Verkehr geschützt. Stadtauswärts wird eine Veloumfahrung der Tramhaltestelle realisiert.

Autos müssen warten

Die vorgesehenen Änderungen gehen auf Kosten des Privatverkehrs: Die 29 bestehenden Parkplätze an der Monbijoustrasse werden aufgehoben – eine Massnahme, die zudem den städtischen Klimamassnahmen entspreche, schreibt der Gemeinderat. Diese sehen mittelfristig den Abbau von 50 Prozent der öffentlichen Parkplätze vor.

Bei der Haltestelle Wander soll das Wartehäuschen stadteinwärts abgebrochen und durch ein neues in der Mitte des Perrons ersetzt werden. Ausserdem wird die Haltestelle stadtauswärts so umgebaut, dass eine Umfahrung durch Autos nicht mehr möglich ist und diese hinter den haltenden Trams warten müssen.

Bäume werden gefällt

Die Umgestaltung macht weitere Eingriffe erforderlich. So wird der betroffene Abschnitt der Monbijoustrasse von 90 Bäumen gesäumt. 5 von ihnen werden gefällt. Dafür werde bei der Abzweigung Weissenbühlweg ein neuer Baum gepflanzt, schreibt der Gemeinderat. Bei 34 weiteren Bäumen würden teils schwerwiegende Eingriffe im Wurzelbereich vorgenommen. 6 dieser alten Bäume müssten entfernt werden, würden aber später durch neue am selben Ort ersetzt.

Die Kosten für die Sanierung betragen knapp 30 Millionen Franken. Der städtische Anteil beläuft sich auf rund 19 Millionen Franken. Den Ausführungskredit hat der Berner Gemeinderat zuhanden des Stadtrats und der Stimmberechtigten genehmigt. Das Stimmvolk wird voraussichtlich im Februar 2020 über die Vorlage befinden. Sofern es dem Kredit zustimmt, starten die Bauarbeiten im Frühling 2020.

Gebaut wird in zwei Etappen. Bis Ende 2020 ist die Monbijoustrasse für Fuss-, Velo- und motorisierten Individualverkehr noch offen. Die zweite Bauetappe beginnt voraussichtlich im Februar 2021 und dauert rund zehn Monate. Während dieser gesamten Zeit muss der öffentliche und private Verkehr umgeleitet werden.

Berner Zeitung

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt