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Müller führt FDP aufs Eis

Auf der Eisbahn des Bundesplatzes feierte die FDP der Stadt Bern am Mittwoch ihren Neujahrsapéro. Parteipräsident Philippe Müller rief die Freisinnigen dazu auf, vermehrt auf Vertreter anderer Parteien zuzugehen.

Philippe Müller ging mit seinen Parteikollegen aufs Glatteis.
Philippe Müller ging mit seinen Parteikollegen aufs Glatteis.
Andreas Blatter

Ein Bürgerlicher könne durchaus einen Sozialdemokraten wertschätzen. Das sagte der städtische FDP-Präsident Philippe Müller gestern beim Neujahrs­apéro der Freisinnigen im Eisbahnbeizli auf dem Bundesplatz.

Müller zitierte den ehemaligen deutschen Bundeskanzler Helmut Schmidt. Sozialdemokrat Schmidt pflegte zu sagen: «Die Demokratie lebt vom Kompromiss. Wer keine Kompromisse machen kann, ist für die Demokratie nicht zu gebrauchen.»

Ideen könnten nur gedeihen, wenn sich Sieger und Unterlegene auf Augenhöhe begegnen würden, so Philippe Müller. Er wünsche sich, dass man in der Stadt Bern wieder vermehrt aufeinander zugehen und sich gegenseitig zuhören würde.

«Das gilt nicht nur für die links-grünen Wahl­gewinner, sondern auch für die bürgerlichen Wahlverlierer», so Müller. «Es kann nicht sein, dass wir den Links-Grünen die Arroganz der Macht vorwerfen und uns selber in einer Art Arroganz der Ohnmacht verhalten.»

Seit diesem Jahr ist die FDP nicht mehr in der Regierung der Stadt Bern vertreten. Müller wurde vereinzelt kritisiert, weil er Alec von Graffenried (GFL) anspornte, für das Amt des Stadtpräsidenten zu kandidieren. Zu den Stapi-Wahlen äusserte sich Müller am Dienstag nicht.

Stattdessen lobte der FDP-Präsident die Eisbahn auf dem Bundesplatz. Diese könne es punkto Ambiente und Ausstrahlung mit jener vor dem Rockefeller Center in New York aufnehmen. «Und was die Eisbahnbeiz mit dem exzellenten Fondue betrifft, haben die New Yorker noch kräftig Nachhol­bedarf.»

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