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Münsterglocken läuten am 1. August erstmals improvisiert

Am 1. August erklang vom Berner Münster jeweils nur ein Vollgeläut. Das ändert sich dieses Jahr: Die Stadt Bern und der Sigrist des Münsters haben etwas Besonderes geplant.

Werden am 1. August improvisiert erklingen: Die Glocken des Münsters.
Werden am 1. August improvisiert erklingen: Die Glocken des Münsters.
Walter Pfäffli

Seit Jahren bildet jeweils ein Vollgeläut der Münsterglocken den Abschluss der offiziellen 1. August-Feier auf dem Münsterplatz. Dieses Jahr beschloss der Kirchgemeinderat, dass künftig nach der Festansprache des Stadtratspräsidenten – in diesem Jahr Urs Frieden – eine Improvisation mit den Münsterglocken erklingen soll.

«Ich werde aus dem Moment heraus handeln. Das heisst ich höre Urs Frieden zu, überlege mir etwas zu seiner Rede und lasse dann die Glocken klingen», sagte Felix Gerber, Sigrist des Berner Münsters, auf Anfrage.

Nervosität bei Sigrist steigt

Erklingen wird dabei sowohl die älteste der schwingenden Münsterglocken von 1356 als auch die mit knapp 12 Tonnen grösste Glocke der Schweiz (Gussjahr 1611). Das Geläut wird gegen 22 Uhr beginnen, eine Viertelstunde dauern und vom Münstersigristen in Eigenregie gestaltet. Das hat es in Bern noch nie gegeben und ist eine entsprechende Herausforderung für Felix Gerber: «Ich werde von Tag zu Tag nervöser, wenn ich daran denke».

Die Liebhaber des Münster-Vollgeläuts am Bundesfeiertag kommen aber nach wie vor auf ihre Rechnung: Von 20.00 bis 20.15 findet es unverändert statt.

pd/tan

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