Neuer Wirt, neuer Anlauf, altes Konzept

Muri

Im März geht die Villette in Muri neu auf – einmal mehr. Damit das Restaurant endlich Erfolg hat, wird an alte Zeiten angeknüpft.

Das Restaurant Villette in Muri geht im Frühling wieder auf.

Das Restaurant Villette in Muri geht im Frühling wieder auf.

(Bild: Andreas Blatter)

Christoph Albrecht

Wohnungen, Büros, Arztpraxen – es gäbe einige Nutzungen, die im Haus an der Jägerstrasse 1 in Muri wohl durchaus Potenzial hätten. Die Aussicht darauf, an diesem Standort ein erfolgreiches Restaurant zu führen, schien zuletzt hingegen nicht mehr allzu vielversprechend.

Erst im September schmiss dort der letzte Wirt das Handtuch – nach nicht einmal sechs Monaten. Sein Plan, der einstigen Muriger Traditionsbeiz La Villette mit Fleisch- und Grillspezialitäten eine neue Etikette zu verpassen, scheiterte kläglich. «Die Rechnung ging schlicht nicht auf», sagte der Beizer im Herbst zu dieser Zeitung.

Keine Experimente mehr

Der Basler ist jedoch nicht der Einzige, dessen Gastro-Projekt im Parterre des rosafarbenen Hauses nicht aufgegangen ist. Einst als gute Adresse mit dazugehöriger Bäckerei geschätzt, hat die Villette in den letzten Jahren mehrere Führungswechsel erlebt – und damit auch immer wieder neue Rückschläge. Zwischenzeitlich war das Lokal drei Jahre lang verwaist. Dann folgte das bisher letzte, rekordverdächtig kurze Gastspiel, das im Herbst jäh zu Ende ging.

Umso überraschender kommt die jüngste Ankündigung von Markus Lehmann, dem Besitzer der Villette-Liegenschaft: «Im März eröffnet das Restaurant neu», sagt er auf Anfrage. Den Namen des neuen Wirts will Lehmann noch nicht verraten, die Neueröffnung sei aber bereits fix. Nur so viel: «Es handelt sich um eine portugiesische Beizer-Familie aus der Region, welche die Branche bestens kennt.»

«Wichtig ist, dass wir wieder früh am Morgen für die Handwerker und Businessleutegeöffnet haben.»Markus Lehmann?Restaurant-Besitzer

Klar ist offenbar auch schon das Konzept, das zum Erfolg führen soll – und dabei an die alten Zeiten anknüpft. «Das Ziel ist es, den ursprünglichen Charakter des ‹Villettli› wieder aufleben zu lassen», so Lehmann. Die Küche werde «plus/minus so wie früher». Konkret heisst das, dass es auf der Karte keine allzu grossen Experimente mehr geben wird. Stattdessen landen wieder Klassiker wie Geschnetzeltes mit Rösti oder Wiener Schnitzel mit Pommes allumettes auf dem Teller. «Das Motto heisst eher Evolution statt Revolution.»

Bäckerei kommt zurück

Zum neuen Fokus auf Altbewährtem gehört auch die geplante Rückkehr der Bäckerei im Eingangsbereich – das eigentliche Markenzeichen der einstigen Villette. «Es wird wieder Kaffee und Gipfeli geben», verspricht Lehmann. Man werde die Brotwaren aber nicht selber backen, sondern auf Kooperationen setzen. «Wichtig ist, dass wir wieder früh am Morgen für die Handwerker und Businessleute geöffnet haben.» Auf diese Weise, glaubt Lehmann, nähere man sich wieder der alten Villette an. «Ich habe ein gutes Gefühl.»

Berner Zeitung

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