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Müllabfuhr: 90 Firmen kehren Bern den Rücken

Seit Anfang Jahr gilt bei der Müllentsorgung teilweise der freie Markt. Heisst: Neu müssen Filialen von Grossunternehmen den Abtransport ihrer Abfälle selbst regeln. Bern verliert dadurch erste Kunden.

Die Mitarbeiter der städtischen Müllabfuhr werden künftig weniger zu tun haben. Bereits 89 Betriebe in Bern verzichten künftig auf die Entsorgung durch die Stadt. Foto: Franziska Rothenbühler
Die Mitarbeiter der städtischen Müllabfuhr werden künftig weniger zu tun haben. Bereits 89 Betriebe in Bern verzichten künftig auf die Entsorgung durch die Stadt. Foto: Franziska Rothenbühler

Überquellende Container und Strassen, die unter Bergen von Müll versinken: Das sind Bilder, die kaum mit Bern assoziiert werden. Dennoch grassiert seit Anfang Jahr unter vielen ortsansässigen Gewerblern die Unsicherheit darüber, ob ihr Abfall künftig noch entsorgt wird – und wenn ja, von wem genau.

Der Grund: Am 1. Januar ist die revidierte Abfallverordnung des Bundes in Kraft getreten. Seither fallen die Abfälle von Unternehmen mit mehr als 250 Angestellten nicht mehr unter das Entsorgungsmonopol der Gemeinden. Das bedeutet: Die Firmen bezahlen zwar künftig für ihren Kehricht keine Grundgebühren mehr. Für dessen Entsorgung sind sie von nun an aber selbst verantwortlich.

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