Neues Leben für Kirche im Berner Rossfeld

Die Stadt Bern will die Kirche, das Kirchgemeindehaus und das Pfarrhaus im Berner Rossfeld umnutzen. Unter anderem soll dort eine Kindertagesstätte einziehen.

Die Stadt Bern will in den Gebäuden der Kirchengemeinde Rossfeld unter anderem eine Kindertagesstätte unterbringen.

Die Kirche, das Kirchgemeindehaus und das Pfarrhaus im Berner Rossfeld sollen künftig umgenutzt werden. Interesse an dem Ensemble hat die Stadt Bern, die dort eine Kindertagesstädte, Schulklassen und eine Quartier- und Schulbibliothek unterbringen möchte.

Bereits 2014 beschloss die Gesamtkirchgemeinde Bern eine Liegenschaftsstrategie, um die Kosten zu senken. Liegenschaften, die nicht mehr gebraucht werden, sollen rentabel bewirtschaftet werden. Zwei Jahre später wurde dazu die Refbern Immo AG gegründet.

Im gleichen Zeitraum zeichnete sich immer stärker ab, dass die Stadt Bern in Zukunft mehr Schulraum brauchen würde. Da lag es auf der Hand, dass Stadt und Kirche ins Gespräch kamen.

Nutzungsrechte für die Kirche zugesichert

Auch das kirchliche Bauensemble im Rossfeld auf der Berner Engehalbinsel will die Gesamtkirchgemeinde an die Refbern Immo AG übertragen. Diese soll nun eine mit der Stadt angedachte Lösung vertraglich zum Abschluss bringen.

Der Verzicht auf die kirchliche Nutzung kam vor allem deshalb zustande, weil im Gegenzug Nutzungsrechte für die Kirche zugesichert wurden, wie die Gesamtkirchgemeinde in einer Mitteilung vom Donnerstag schreibt.

Kirchgemeinde mietet Büroräumlichkeiten

Die Kirchgemeinde Mathäus wird ihrerseits Büroräumlichkeiten mieten. Die Mitbenutzung der Kirche soll als Dienstbarkeit ins Grundbuch eingetragen werden. Rund 1680 Quartierbewohner hatten 2016 in einer Bittschrift gefordert, dass die Matthäus-Kirche weiterhin öffentlich genutzt werden kann. Sie befürchteten, dass die Kirche an private Unternehmer verkauft werden könnte.

Weiter hat der Grosse Kirchenrat der Entwidmung und Überführung vom Verwaltungs- ins Finanzvermögen des Pfarrhauses an der Brunnadernstrasse 36 zugestimmt. Die Liegenschaft wird seit September 2017 nicht mehr als Pfarrhaus genutzt. Bis auf weiteres wird sie an eine Heilpädagogische Lebensgemeinschaft vermietet. Die Kirchgemeinde wird in dem Gebäude weiterhin ein Pfarrbüro nutzen können.

tag/sda

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